Band 
Erster Theil.
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Deutschland.

Lehne. Der NeichSdepntationsrcceß sprach 1803 das säcularisirtc Landdem Preußischen Staate zu. Es bildete seit 1807 einen Theil desKönigreichs Westfalen und ward 1813 an Hannover abgetreten.In W. fließt die Leine, welche den Hauptfluß der Provinz, die In-nerste (durch ihr von dem Hüttengestein des Harzes minecalhaltigcs,für Thiere uyd Pflanzen schädliches Wasser berüchtigt) aufnimmt.Die Erse, Fuse und Ocker sind in NO. In N. ist schon Sand-ebene, übrigens fruchtbarer Lehmboden und reich bewaldete Hügelketten,wie im benachbarten Kalenberg (die Sieben Berge im Amte Gro-nau — 1500 F., der Ahreusberg — 1200 F., die Hohe Schanze— 900F., der Selter — 900 F., alle drei im Amte Winzenburg,der Thurmberg bei Södcr — 900 F., der Wohldenberg — 750 F.,der Sehl bei Salzdetfurt — 1000 F.). Landwirthschaft ist die erheb-lichste Beschäftigung. Sehr wichtig ist der Flachsbau, lange nichtso bedeutenderer Hopfen-, noch weniger der Tabacksbau. DasMineralreich liefert ziemlich viel Salz, Marmor, Schiefer, Thon-arten, der naheRammelsberg Kupfer, B lei, etwas G o ld, Vitriolund Schwefel. Fabriken sind wenig vorhanden; jedoch viele Öl-und Sägemühlen, eine Pulvermühle, einige Glashütten,Pottaschsiedereien, Papiermühlen u. a. Flachsspinnereiund Weberei sind bedeutend. Unter den E. sind über 30,000 Ka-tholiken und etwa lOOOJuden. Behörden: I Generalsuper-intcndentur, 9 Superintendcn turen, das Oberforstamt,dieJu stizkanzlei und das katholi sehe Consi sto rium, 6 Städte,12Ämter, li Patrimonialge richte.

ch ^ildeshelm a. d. Jnucrstc, 13,880 E., unter denen 3080 Katholiken.Alte unregelmäßig gebaucte Stadt. Herrlicher Dom mit der Jrmcusäule,den kunstreiche» Brvncethürcn, Gemälde» und manche» Kostbarkeiten;Schloß. Sitz der Landdrostcl und Jnstizkanzlci, eines katholischen Bischofs,Domkapitel; zwei Gymnasien, kathol. theologisches Scminarium, Staatsge-fängniß, große ArmenerzichungS- und Arbcitsanstalt, große Jrrcnhcilanstaltim ehemaligen MichacliSklostcr seit 1826, Taubstummenanstalt seit 1838.Einige Tabacks-, Leder- u. a. Fabriken. Garn- und Lcincwandhandel. —Goslar (868 F.) a. d. Gosc, die zur Ocker stießt, und am Fuße des Har-zes, 6888 E. Die Stadt ward um 926 gegründet, war bis im XIII.Jahrh, oft Sitz der Römischen Kaiser und verschiedener Reichstage, bis1881 freie Reichsstadt, dann Preußisch, kam 1887 an das Königreich West-falen, 1815 an Hannover. Alte, unansehnliche Stadt. Die Wohrd, infrüheren Zeiten bisweilen Aufenthaltsort der Kaiser, 1289 abgebrannt, jetztein Gasthof. Die alte Domkirchc ist 1828 bis auf eine zur Aufbewahrungeiniger Alterthümer bestimmte Kapelle (mit dem alten Kaiscrstuhlc, Glas-malereien u. a.) abgebrochen. Marktkirche mit Bibliothek, Stcfanskirchemit dem sogenannte» Altare des Krodo, der aus 5 Metallpkatten besteht;altes Erzbeckcn auf dem Markte. Kornmagazin für den Harz. Tapeten-,Leder- und Seifenfabriken, Bier(Gose)brauerci, 2 Hagel- „nd 2 Rollenblei-gicßercien, 3 Vitriolsicdcreicn und 2 Vitriolölbrcnncrcien. Bedeutender Han-del mit Korn (nach dem Harze), Wolle, Ol und Branntwein. Bergamt