Band 
Erster Theil.
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319
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Hannover. Stäbe. 319

lange noch ein Zankapfel zwischen den Erzbischöfcn und den Herzogenvon Vcaunschwcig war. Die Elbe mmmt^ hier die Este, Leihe,Schwinge und Medem auf; in die Weser fließen die Gcestc,Lesum (Wümmc), Lüne und sttohrc. Die Ostc fließt mittendurch die Provinz. Äm Innern sind einige kleine fischreiche Seen.Die Ufcrgeqcnden an der Weser, See und besonders an der Elbe sindherrliche Marsch (an der Elbe ist die fruchtbare Marscherdc 1^ bis7 F. an der Weser oft kaum ^ F. tief), das Innere Heide und Moor,ohne große Waldung; jedoch ist man seit 1720 bemühet die Moordi-strikte zu entwässern und zu bevölkern, so daß 1820 schon 6 - 1,000 Mor-gen urbar gemacht und 67 Dörfer, von 8092 Menschen bewohnt, an-gelegt waren. Kostbare Deiche schützen die Ufcrlandcr. Die Productcsind hier, wie in Lüncburg; an Holz und Mineralien ist das Landjedoch sehr arm; nur Walker erd c und Thon sind vorhanden, Torfin Überfluß. In der Marsch wird viel Rübsaamen, auch Hanfund Obst in Menge gcbauct; einige Distrikte ziehen viel Mecrret-tiq. Wild ist, außer Hasen, fast gar nicht vorhanden, desto mehrwildes Wasser- und Sumpfgcflügcl, besonders wilde Entenan der Weser. Fische haben besonders die Ufcrlandcr in Überfluß,die Seen bei Bedcrkcsa und Flögcln enthalten Sand arte undKrebse, die Wümme und Hamme vorzüglich Aale; auf den Sand-bänken der See werden auch, Seehunde gefangen. Fabriken giebtes auch hier fast gar nicht; Ölmühlen, Ziegeleien und Lcinc-wandwcberci sind jedoch sehr verbreitet. Obgleich die Provinz zweigroße Ströme und das Meer selbst berührt, so ist doch kein bedeuten-der Hafcnort vorhanden und der Seeverkehr ist nicht stark; jedoch be-sitzen einige E. Seeschiffe und viele dienen als Matrosen. Die An-lage des Bremer Hafens wird darin Manches ändern. Ein klei-ner Kanal geht durch die neuen Moorkolonien m die Oste. Die E.sind alle Protestanten. Behörden: ein Hofgericht, eine Justiz-kanzlei, ein Consistorium, ein Obcrforstamt, eine Gene-ralsuper intcndcntur, 2 Städte, 18 Ämter, 20 Gerichte.

st Stadc a. d. Schwinge, j M. von der Elbe entfernt, 5300 E. DieStadt liegt gerade an der Gränze der Marsch und Geest, ist seit 181-1 be-festigt, nachdem die seit 1757 angelegten Festungswerke 1786 geschleift wa-ren. Sitz der Landdrvstei, des Consistoriumö, der Justizkanzlci und desHvfgerichts, Gcneralsupcriiitcndcntur; Schullehrerscniinar, Gymnasium;Karrenanstalt. Einiger Verkehr auf der Elbe. Bei Brunohauscn cineElb-zollfregatte. — Duxtehudc an der Este, 2V00E. Striimpfwirkerei, Tabacks-,Zucker-, Seifenfabrik. Mccrrcttigbau in der Umgegend. — Horneburg,Flecken a. d. Lühe, 1300 E. — st Zeven, 966 E. Convention 1757. — st Li-lie,rthal, 50v E. Berühmt durch Schröters Sternwarte, die bei der Ein-äscherung des Ortes 1813, 21. April geplündert ward. Schrötcr, st I82Ü.— stDcdcrkcsa, 1160 E.— Neuenwalde, protestantisch weiblichcsStift.—st Brcmervörde a. d. Ostc, 1860 E. Ehemalige Residenz der Erzbischöfc, derenSchloß 1682 abgebrochen ist. Kanal aus der Oste in die Schwinge. —st Harsefcld a. d. Aue, 1660 E. Das ehemalige Kloster war einst die Stamm.