Band 
Erster Theil.
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321
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Hannover. Osnabrück. 321

ch Verben a. d. Aller, 46«« E. Sitz der Zoll- und Steuerdircction;Gpmnasiuni. Dom. Spedition, Schifffahrt. In der Nähe der UhlenmiihlerGesundbrunnen. — ck Rotenburg a. d. Wümme, 135« E., lebhaft durch diedurchführende Heerstraße zwischen Hamburg und Bremen. — Visselhövcde,6«« E. In der Nähe in dem Dorfe Hiddingen eine neu entdeckte Mine-ralquelle und Badeanstalt.

V. Landdrostei Osnabrück — 105 Q- M. 261,000 E.

12) Fürstcnthum Osnabrück — 44 Q. M. 163,000 E.Dies ehemalige 772 gestiftete Bisthum hatte seit 1648 abwechselnd ei-nen katholische» und protestantischen Bischof (letzteren stets aus demHause Braunschwcig). Der letzte derselben war Friedrich, Her-zog von Bork (ch 1827), der 1803 sein Land an Hannover abtrat.Das Amt Recken berg wurde 1815 an Preußen und Theile desAmts Börden 1817 an Oldenburg überlassen. Die Provinz wirdvon der Hase bewässert (auch die Hunte hat hier ihre Quellen)und ist größtcntheils Heide und Moor, zum Theil Sandwüstc;nur in S. sind Fortsetzungen der Wcsergcb irgc, die von hier ausnach Benthcim fortstreichen, an und zwischen welchen fruchtbarer Bo-den ist. Pcoducte und Gewerbe sind hier wie in anderen Heidprovin-zen. Besonders reich ist Osnabrück an Wachholdcrbcercn, dieein bedeutender Handelsartikel sind; die Viehzucht, besonders Schwei-nezucht, wird stark getrieben; daher Handel mit Schinken. VonMineralien finden sich Salz, Steinkohlen, Marmor, Sand-steine, Mühlsteine und Torf. Sehr wichtig ist die Lcincwc-rei; auch die Wollweberei ist nicht unbedeutend; einige andereFabriken sind nur in der Hauptstadt. Starke Auswanderung zur Som-merszeit nach Holland. DieE. sind theils Ka th oli ken, theilsPro-testanten. Behörden: ein katholisches und protestantischesKonsistorium, ein Oberforstamt, eine Justizkanzlci undSteuerdirection, denen der ganze Bezirk der Landdrostei unter-geordnet ist, 4 Superintendcnturcn, 3 Städte, 7 Ämter.

ch Dsnabriick (220 F.) a. d. Hase, n,8«0 §. Ziemlich gut gebaueterOrt. Bcmerkenswerthe Gebäude sind das Schloß, das RathhauS, auf wel-chem der Westfälische Friede 1648, 24. Octbr. geschloffen wurde und derschöne Dom. Sitz der Landdrostei, Steuerdirection, in Zukunft eines ka-tholischen Bischofs, jetzt eines bischöflichen Gcncralvicariats und der ge-nannten Provincialbehördcn; kathol. und protestantisches Gpninasinm, mehreWaiscnanstalten, Zuchthaus. Einige Tuch-, Tabacks-, Zichorien- und Sei-fenfabriken, Papiermühle, Gerbereien, Wachsbleiche, Leinewebern und Blei-che; Linncnlegge. Lebhafter Verkehr. Beim Dorfe Bockholt angeblicherSieg Karls des Großen über die Sachsen 779. — In Leim soll Witte-kind getauft sein. Bei Holzhausen Mühlsteiubrüche, Stcinkohlengrubcnim Piesbcrge, bei Sandfort eine Eisenschmelze, (ehemals Glashütte). —D.uackenbriick an der Hase, 2150 E. Leineweberei, Linnenleggc, Viehhandel,Fischerei. — chJburg, 850 E. Linncnlegge; hügclreicheGegend.— Borgloh,

Volgcr'S Handb. IrLH. 3tcAufl.

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