Band 
Erster Theil.
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322
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Z22

Deutschland.

Dorf mit wichtige» Steiiikohlengrubcn, und Rothenfelbe, wichtiges Salz-werk (45,WO Ztr.)..— ch Horden, 750 E. — Bramsche a. d. Hase, I500E.Woll- und Leineweberei. Linuenlcgge. Berscnbrück a. d.Hasc. — An-kuni, 1200 E. Leineweberei, Linuenlcgge, Papiermühle. — j-Fürstenau,1100 E. Schloß. Das protestantisch weibliche. Stift in Börstet. — st Grä-nenberg. — Melle a. d. Else, 1500E. Woll- und Leineweberci, Liiiiien-legge. Steinbrüche. — st wittlage a. d. Hunte.

13) D i e Nied c re G ra fscha ft Lingen --- 9 O. M. 24,699 E.Sie gehörte ehemals den Grafen vonTcklcnburg, ward diesen vonKarl V. 1545 genommen, dem Grafen Egmont gegeben, kam soan das HausOranien und, als dasselbe mit König Wilhelm III.von England 1702 ausstarb, an Preußen. Durch den TilsitcrFrie-den kam die Grafschaft unter Napoleons Herrschaft, der sie (1868) zumGroßhcrzogthum Berg schlug, jedoch 1816 mit dem Französischen Reichebereinigte. Durch Vertrag siel (1815) die Niedere Grafschaftan Hannover. Die ganze Provinz ist Heidbodcn und Moor, von derEins, deren Schiffbarmachung bis zur Preußischen Gränze 1828 be-endigt ist, bewässert. Der neue Emskanal umgeht 5 Stunden weitdie seichten Stellen des Flusses oberhalb Mcppcn. BeträchtlicherFlachsbau, Leineweberci, Hollandsgehen, Schifffahrt.Holz ist gar nicht da. Die E. sind zum Theil Neformirte,größtcntheils Katholiken. Zolldircction für den Bezirk der Land-drostci Osnabrück und Aurich, eine Superintcndcntur, 2 Städte, 2Ämter.

st Lingen unweit der Emö, 2200 E. Die 1685 gestiftete Universitätist 1819 aufgehoben und statt derselben besteht jetzt ein Gymnasium. Woll-und Leineweberci, Leder- und einige andere Fabriken. — Schapcn, 1300 E.— stFreren und Lcngerich, 400 und 500 E. — Die Voigtei (ehemaligeRreis) Emsbühren — 3 2-M. 4700 E.,! ist ein Theil des FürstenthumsRhema Ivolbeck, welches 1803'der Herzog von Looz Lorswaaren für sei-ne in den Niederlanden Verlornen Besitzungen erhielt; doch hat dieser 1826auf alle standeSherrlichen Rechte Verzicht geleistet. Bis 1803 gehörte dasganze Furstenthum zum Bisthum Münster; es liegt am linken Ufer derEmö und hat lauter katholische E. — Emsbühren, 300 E.

14) Hcrzogthum Arcmberg Mcppen — 33 O. M.46,066 E. Es war ehemals ein Theil des Bisthums Münster,kam 1863 an den Herzog v. Arcmberg, ward jedoch 1810 mitFrankreich vereinigt, 1815 als Standcshcrrschaft dem KönigreichHannover zugetheilt und 1826 zu einem Hcrzogthum erhoben.(Der Herzog von Arcmberg jetzt Prospcr Ludwig, geb. 1785). Derödeste Theil des ganzen Staates, besonders auf dem unter dem Na-men des Hümling die Provinz durchstreichenden Landrücken, nichtsals mcilenweite Moräste, Sandwüstcn und Heidcstcppcn, die ihre kärg-liche E. Zahl so wenig ernähren können, daß im Sommer fast allerüstigen Männer nach Holland ziehen. Von Industrie ist auf demLande außer Woll- und Leineweberei zu eigenem Bedarf keineSpur. Der Ackerbau ist sehr schwach; man gewinnt wenig Rocken