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Deutschland.
-j- rVitmund im Harlinger Lande, 1700 E. Pfcrdehandel. — Rarolinensiehl,800 E. Hafen. Lebhafter Handel. — Die Amtssitze Beruin und Friede-burg. — An der Küste liegen die kleinen Inseln Dorkum an der Mün-dung der Cms, 500 E. Lcuchtthnrin. — Juift, 220 E. — Norden,ei,620 E. Stark besuchtes Seebad, in neueren Zeiten durch Anlagen verschö-nert. — Baltrum, 100 E. — Langcroog, 100 E. — Spikeroog, 120 E.Keine dieser sandige» Inseln, deren E. zum Theil noch die altfriesischeSprache reden und nur von Schifffahrt und Fischerei leben, ist über1 Meile lang.
VII. Der Harz --- 9 Q. M. 28,500 E.
Der Hannoversche Antheil dieses Gebirges begreift den west-lichen oder Ob er harz; nur das Amt Elbingerode (vergl. Grubcnhagcn)und die Grafschaft Hohnstcin liegt am Unterharzc; jedoch giebt es auchin einem anderen Sinne einen Hannov ersehen Unterharz, densogenannten Eomm union harz d. h. einige Gruben, Hüttenwerkeund eine Saline, welche gemeinschaftlich zwischen Hannover und Braun-schweig sind, so daß jenes dieses 2 Antheil hat. Aber auch derOberharz war ehemals getheilt. Den südlichen Theil, der einsei-tige Harz genannt, besaß Hannover schon von Alters her allein,aber den nördlichen Theil (Zellerfcld, Grund, Wildemann, Lauten-thal ,c.) hatte es seit 1635 ebenfalls mit Braunschweig gemeinschaft-lich; durch den Rcceß von 1788 trat jedoch Braunschwcig seinen An-theil am Oberharzc ganz ab. Über die Beschaffenheit des Harzes imAllgemeinen vergl. die Einleitung. Im Hannovcrschen .Antheile sinddie höchsten Höhen der Königsberg — 3200 F., der Bruchbcrg— 320V F., der Neh b erg — 2600 F., der Kahlcnberg — 2200 F.Die hier entspringenden Wescrflüsse sind die Innerste mit der G o se,die Ruhme mit der Oder, Söse und Sieb er; die Ocker mitder Ilse, welche unmittelbar zur Aller fließt, wahrend die Ruhmeund Innerste erst durch die Leine sich mit ihr vereinigen. Einigekünstlich angelegte Kanäle und Teiche z. B. der Oder tcich, derRehberger Graben, dienen zur Betreibung der Berg- und Hüt-tenwerke; schiffbar ist kein Fluß. Höchst« wichtig sind die Waldungen,welche fast alle Berge bedecken, — 280,000 Morgen. Ackerbau kannnirgend getrieben werden, höchstens finden sich einige Haferseldcr undetwas Gemüse; zur Versorgung der E. dient aber das große königl.Kornmagazin in Ostcrode, welches den eigentlichen Berg- und Hüttcn-leuten das Getreide stets zu einem billigen Preise liefert; daher selbstin den theuersten Getreidejahren keine Hungersnoth. Die E. leben,von Berg- und Hüttenarbeiten (der älteste bekannte Bergbau wahr-scheinlich durch Bergleute aus Franken, daher der eigene Harzer Dia-lekt, im X. Jahrhundert; schon 1271 eine Bcrgordnung; älteste StadtAndrcasberg 1521), Vicbzucht, Spinnen, Spitzcnklöppcln; nur in denStädten finden sich Kaufleute, Handwerker >c. So reich ehemals aber'die Harzbcrgwerkc waren (die Klauskhalcr Gruben lieferten von 1701 bis'1808 eine reine Ausbeute von 10,300,000 Rtblr. und die Grube Doi-v-