327
Hannover. Harz.
thea allein von 1709 bis 1803 — 838,000 Mark Silber, 768,000Ztr. Blei, 2380 Ztr. Kupfer an Werth ---- 14,737,000 Rthlr.), so istdoch der Ertrag derselben schon seit geraumer Zeit sehr gesunken, sodaß zahlreiche Gruben keine Ausbeute mehr geben und viele derselbenganz unbearbeitet liegen. Noch immer rechnet man aber den Werth allerim ganzen Hamiov. Harzgcbirge gewonnenen Productc (Gold, Silber,Blei,Kupfer, Eisen, Zink, Braunstein, Spicßglanz, Vitriol, Schwefel, Dach-schiefer, Marmor und Steinkohlen) jährlich auf mehr als itzMill.Rthlr., wovon auf den Hannoverschen Antheil fallen: Silber —48,000 Mark, Blei — über 90,000 Ztr., Kupfer-17 bis 1800 Ztr.,Eisen — 100,000Ztr.; auf den Eommunion Harz aber: Gold— 8 bis 10 Mark, Silber 2500 —Mark, Blei 8000 —Ztr., Kupfer---- 2000 Ztr., Zink — 30 bis 40 Ztr., Vitriol — 1800 Ztr., Schwe-fel — 1500 Ztr. Der Harz gehört eigentlich zum Fürstcnthum Gru-benhagen, ist aber in Rücksicht auf Verfassung und Verwaltung ganzvon den übrigen Provinzen des Landes getrennt. An der Spitze desGanzen steht die Bcrghauptmannschaft, unter derselben einBerg- und Forstamt und die Magistrate der 7 Bcrgstadte.Der Zehnten ist die allgemeine Bcrgkasse. Die Geistlichkeit stehtunter dem Konsistorium in Hannover und einem Gencralsupcrinten-dcntcn, die Gerichte unter der Justizkanzlci in Gö'ttingcn.
1) Der Oberharz. — Rlauothal (1750 F.) am Zellbache, 8600 E.Regelmäßig gebauete Bergstadt. Zu bemerke» ist das Bergamtsgebäude,der Zehnten, das Nachhalls, Mlinz- und Schnlgebände.' Sitz der Bcrg-hauptmannschaft, Generalsuperintendentlir. Gymnasium, Berg- und Forst-schule, Minze. In der Nähe die wichtigsten Gruben des Harzes, unterdiesen die Dorothea und Rarolina, und die Frankcnscharner Silbcrhütte.In der Stadt sind Nagel- und Blankschmicdcn, eine Kamelot- und Obla-tenfabrik. Nur durch den- Zcllbach von der Stadt getrennt liegt Zcller-feld, 4000 E. SchenSwerthe Wasserleitung über den Sperbersheicr Damm,fast 2M. 7ang; der fast SO F. hohe Damm selbst ist über 2800 F. lang. I»der Nähe der 2200 F. hohe Rahlcnbcrg. — Altenau (1360 F.) a. d. Ocker,1600 E. Dabei eine Silber- und Eisenhütte. — Lerb.rch in einem tiefenThale, Flecken, 1350 E. Viele Menschen mit Kröpfen. — Andreasberg(1880F.), 4150E. Silbcrhütte, Garnspinncn und Spitzcnklöppcln. DieSteinrenncr Eisenhütte an der Sicher. In der Nähe der Druchberg. —Das Dorf Buntenbock mit Köhlern und Fuhrleuten. Das schöne Sieber-thal; der 22,000 F. lauge Rehbergcr Graben, welcher aus dem 5000 F.langen Gderteiche (i M. von Andreasberg) das Wasser den zahlreichenPoch- und Hüttenwerken zuführt. — Grund (980 F.), 1160 E. Mündung(900 F.) des merkwürdigen Georgs Stollens, IZ Meile lang bis zur GrubeKarolina, vo» 1777 bis 1799 mit einem Unkostenbctragc von mehr als400,000 Rthlr. angelegt. Der Hübichenstein und der Jberg, reich anVersteinerungen. — Lautcnthal, 2100 E. Silbcrhütte, Pulvermühle,Schieferbruch. - Wildemann, 1100S. Schauerliche Umgegend in einemtiefen Thale.