Band 
Erster Theil.
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330
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330 Deutschland.

Draunschweig (296 F.) a. d. Ocker, 36,N0«E., ist weder schön noch re-gelmäßig gcbanet, hat jedoch viele ansehnliche Gebäude; die ehemaligenWälle sind abgetragen und in anmnthigc Straßen und Spaziergänge vcr-verwandelt. Bcmcrkenswerth sind unter den öffentlichen Plätzen der Graue-hofplatz, Burgplatz, der alte Stadtmarkt; unter den Gebäuden der GraueHof, Residcnzschloß des Herzogs, ein altes, in neuerer Zeit sehr verschö-nertes Gebäude (bei den Unruhen am 7. Septbr. 1830 bis auf einen Flü-gel abgebrannt), das Mosthaus, alte herzogliche Residenz (jetzt Caserne),bei der der berühmte eherne Löwe Herzogs Heinrichs des Löwen, dieDom-prvbstei, die Kanzlei, das landschaftliche Haus, die Kammer, Münze, dasZeughaus, die beiden Rathhäuser, das Opernhaus, Cavalierhaus, Posthaus,Gewandhaus, der Packhvf u. a. Residenz des Herzogs seit 1751 (erst 1671unterwarf sich die einst mächtige Stadt ganz ihrem Landesherr»), Sitz desMinisteriums, der Kammer, des Stcuerevllegü, einer Gencralsnpcrinten-dentur und eines Distriktsgerichts. Das Carolinum, gestiftet 1715, Schul-lchrerscminar, ein Gcsanimtgymnasium (Obcrgpmnasium, Prvgymnasinm,Realschule) und eine Taubstummenanstalt, Cadettenschule, chirurgisches In-stitut, Museum, in welchem jetzt auch die ehemals in Salzdahlum befindli-che Gemäldesammlung. Der Dom St. Blasii mit der herzoglichen Gruftund die Domprobstci mit dem Hausarchive. Zwei Waisenhäuser, Armen-und Zuchthaus. Wichtiger Handel (man zählte 1818 —362 Handelshäuser)und 3 Messe». Die mancherlei Fabriken liefern besonders schöne lackirteWaaren, Spiegel, Tapeten, Strohhüte, Taback, Zichorien, Salmiak, Glau-bersalz u. a. m. Bekannt ist die hiesige Mumme, die Schlackwürste, der Ho-nigkuchen. Erfindung des Spinnrades 1536. Schöne Anlagen und Gär-ten. Eisernes Denkmal der beiden Herzöge Karl Wilhelm Ferdinand(ch1866) und Friedrich Wilhelm (ch 1815). — Das Lustschloß Richmond.

— -h wolfenbüttcl*) an der Ocker, 8566 E. (1754 —14,666 E.); bis 1754Residenz der Herzöge, die den Ort erst im XVI. Jahrh, zur Stadt erhoben,während sie i» der daselbst befindlichen Burg schon seit dem XIII. Jahrh,residirten (Herzog Julius gründete 1579 den Stadtthcil Gotteslager, Her-zog August 1652 die Augustusstadt), Schloß, Zeughaus, Kanzlei, Stadtkir-che mit herzoglichen Begräbnissen. Sitz des Obcrappellationsgerichts, desLandcsgerichts, eines Distriktsgerichts, des Consistoriums und einer Gene-ralsupcrintendentnr. Hauptarchiv. Schullehrerseminar, Gymnasium; be-rühmte Bibliothek (266,666 Bände und 16,666 Handschriften und Disserta-tionen) seit 1634. Karrenanstalt, Zuchthaus, Waisen- und Armenhaus.Einige Leder-, Lackir-, Tabacks- und Leinewandfabrikcn. Leffings (ch 1781)Denkmal. — Lustschloß Antoincttenruh. — Salzdahlum, 766 E. Salz-werk (—7666Ztr.). Ruinen des ehemaligen Lustschlosses. — Das DorfThiede, Gipsbruch mit Fossilien. — Das adlige Fräulcinstift Steterburg.

— Ruinen der Asseburg (796 F.) — ch Saldern, 666 §. Steinbrüche beiGebhardshagen. Im ehemaligen Schlosse Sitz des Kreisamts. — Die

*) Die mit einem -f bezeichneten -Örter sind Sitz eines KreiSaints.