Band 
Erster Theil.
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Einleitung.

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Schiffe fahrbar ist; einer der größten und merkwürdigsten Bauwerkedieser Art, erst 1826 mit einem Aufwande von 5 Will. Rthlr. vollcn-Eine große Dampfmaschine versieht ihn im Helder zur Ebbezeit mit Wasser.

Die Nähe des Meeres, die vielen Binnengewässer und Morästemachen die Lust in den seewärts gelegenen Gegenden feucht, mildernaber dadurch auch sowohl Hitze als Kälte, welche daher hier keinen sohohen Grad erreichen, als in N. Deutschland. Für Fremde und inmanchen Jahren selbst für Eingeborne ist das Klima ungesund (Ster-ben der Engländer in Walchern 1809; Krankheiten in Groningen nachdem heißen Sommer 1826). Nebel und Stürme sind an den Küstenund in N. häufig. Auch in den Erzeugnissen sind die Niederlandedem benachbarten Norddeutschland sehr ähnlich. Viehzucht ist in denMarschprovinzen von höchster Wichtigkeit und der feuchtere Boden wirdmcistenthcils zu Wiesen benutzt; besonders schön ist das Rindvieh;die Pferde sind stark, aber nicht schön, die Schafe sind noch wenigveredelt. Wild ist bei dem Mangel an Waldungen fast gar nichtvorhanden, aber wildes Geflügel, besonders Sumpf- undWasservö'gel, ist sin den Küsten- und Macschgegenden in de-größerer Menge; wichtig sind deshalb sogar die Inseln und Sandbänkeder Küsten, wo Secvögel in Unzahl nisten. Groß ist der Reichthuman Fischen (Kabeljau, Schellfische, Stinte, Bütten, Schollen in derSee, Lachs, Aal u. a. in den Flüssen) in den Küstenprovinzen. AuchAustern, Muscheln und Hummer liefert die Sceküste; auf denInseln sind Seehunde; auch wird dort Muschelkalk bereitet.Die berühmten Holländischen Hä ringe werden an Schottlands Kü-sten, Kabkiau und Wallsische in den nördlichen Meeren gefangen. DieBienenzucht ist im Innern in den Heidgegenden zu Hause. Acker-bau wird keineswegs vernachlässigt; außer dem gewöhnlichen Getreidehat Geldern Hirse, die Heidegegenden viel Buchweizen; anHül-senfrüchten ist Seeland reich; einige Provinzen in N. ziehen beson-ders schöne Gcmüsearten. Flachs undHanf sind HauptproducteRübsaamcn wird in den Provinzen, welche schweren Boden haben,viel gebauct; Krapp vorzüglich in Seeland, Senf in Holland, Zi-chorien in N., Taback in vielen Gegenden, außerdem Weberkar-den, Klcesaamen, Mohn u. a. m. in verschiedenen Provinzen.Selbst Binsen, Rohr und Seegras sind in einigen Gegendenwichtig. Obst ist wenig vorhanden. Berühmt ist Holland durch seineBlumenzucht. An Mineralien sind die Niederlande arm; manfindet nichts als etwas Raseneisenstein, Thon, Seesalz, undin Überfluß Torf; nur im äußersten Süden sind die Maastrichtcr Stein-brüche. Mineralquellen giebt es nicht, selbst gutes Trinkwasser ist ineinigen Gegenden selten. Außer Ackerbau, Viehzucht und Fi-scherei beschäftigen sich die E. in einigen größeren Städten viel mitFabrikarbeiten. Butter, Käse, Leinewand, Sohlenle-der, Thonpfeifen, Papier und Taback sind ausgezeichnet undwerden in größter Menge verfertigt; aber auch Zucker, Brannt-wein (Genevec und Wachholdcrbeecbranntwein), Stärkc, mancherleiFarben, Borax und andere chemische Kunstprodukte, Ol, Sie-gellack, Ziegelsteine, u„a. Waaren liefert diese oder jene Provinz