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Niederlande.
Friesland verbunden, befestigt, 30,500 E. Großer Marktplatz mit dem herr-lichen Rathhause, die Martinskirche. Handelsgericht; Börse. Universität,1614 gestiftet, mit 18 Professoren, 2 bis 300 Studenten- Gymnasium, Taub-stunimcninstitnt, eines der berühmtesten Europa s, mit 150 Zöglingen, Aka-demie der Zeichen-, Ban- und Schifffahrtsknnst, Gesellschaft fiir Chemieund Physik u. a. — ch Ivinschotcn, 3000 E. Die Niederländer besiegen dieSpanier 1568. Bourtanger Schanz, starke Schanze am Wege durchdas gleichnamige Moor. — ch Apingadam a. d. Fivel, 2800 E. — Oelszyl(siel) a. d. Fivel und dem Dollart, Festung, 3100 E. Hafen. — Rottum,Insel der N. Küste vor der Mündung der Eins, deren 250 E. von Fisch-und Sechundsfang leben. — Merkwürdig ist hier und in Drenthe in demgroßem Bourtanger Moor, die 3 Meilen lange 12 F. breite, 2 — 3F. tiefversunkene Brücke aus Baumstämmen, vielleicht von den Römern erbauet.
7) Fciesland --- 49 Q. M. 210,000 E. Der Boden ist groß-tentheils herrliche Marsch, nur nach S. und O. zu Heide undMoor (das SmilderVeen in O.), an den Küsten so niedrig, daßer nur durch Dünen und Dämme gegen Überschwemmung gesichertwjrd. Groß ist die Zahl der Landseen. Ein wichtiger Handelskanaldurchschneidet das Land und verbindet es mit Groningen. Die E. sindNachkommen der alten Friesen und nach ihrer Sprache und Sittenoch von den übrigen Niederländern verschieden, meistentheils Refor-mirte, jedoch auch häufig Katholiken und Mennoniten- Vieh-zucht und Ackerbau sind ausgezeichnet, besonders zieht man vielPferde; Fabriken giebt es wenig.
st Leuwarden (löwahrden), durch einen Kanal mit anderen Hauptstäd-ten der Provinz verbunden, 21,000 E. Schön gebauet; prächtiges Rathhaus.Sitz des Gouverneurs und eines Handelsgerichts. Gymnasium. Zuchthausfür 800 Sträflinge. Lcincweberci, Papiermühlen, Pferdchandcl. — Frane-ker, i M. von der Nordsee am großen Kanale, 4600 E. Universität 1585gestiftet, 1816 aufgehoben, jetzt ein Athenäum. Ziegeleien. — Harlingcnan der Nordsee, 8000 E. Hafen, beträchtlicher Holzhandel, Lcincweberei,Salzsiederei. — Dokkum; IM. von der Nordsee entfernt, am großen Ka-nale, 3500 §. Butter- und Käsehandel. — ch Sneck an einem Kanale,6500 E. Starker Buttcrhandcl, Säge- und Ölmühlen, Verfertigung vonHolzuhren. Dabei das Sneeker Meer, der größte See der Provinz. —Ivorkum am Zupdcr Zee, 3100 E. Hafen. Muschclkalkbrcnnerei. — Stavcrnan der W. Spitze der Provinz, einst Residenz Friesischer Könige, 500 E. —-h Heerenveen, in der ödesten Moorgegend, 1200 E. Große Torfstechern. —An der N. Küste zwischen den Sandbänken (Watten) liegen die InselnAmeland, 3200 E-, und Schicrmonigkoog, 1800 E-, wo viele Robben ge-fangen werden.
8) Zeeland (Seeland) — 30^Q. M. 140,000 E. Die ganzeProvinz besteht aus mehr als 12 Inseln in den Mündungen derScheide, hat niedrigen feuchten Boden, größtentheils Marschland,und sehr ungesunde Lust, daher vom Juli bis Oktober regelmäßigSumpfsieber (Englische Expedition 1809)- Unter den Produkten dieser