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Erster Theil.
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Belgien.

der Maas. — Lreveeoeur, Fort an der Maas. — Gertruidcnburg (ger-treudcnburg), Festung am Biesbosch, 1600 E. — Eindhoven a. d. Dommel,3000E. Woll-, Baumwoli-, Leinewand-, Hut- und Lederfabriken. Be-rühmte Feucrspritzenfabrik. — valkenswaard, Dorf, bekannt durch diehier betriebene Ablichtung von Falken u. a. Thieren. — Helmont unweitder Pcel, 3000 E, Leinewandweberei * **) ).

Colonien besitzen die Niederländer 1) in Ostindien auf Java, Suma-tra und den Molukkischen Inseln mit mehr als 6MUl. E. 2) In Guineaeinige Forts und Factvreicn. 3) 2» Guajana und Westindien mit etwa80,000 E.

Belgien.

Größe (ohne Luxemburg) — 480 Q. M. ") Lage zwischen etwa50 und 5lj° N. Die Gränzen sind in Norden die Niederlande, inOsten Deutschland (Luxemburg und die Preußischen Rheinprovinzen)in Süden Frankreich, in Westen die Nordsee (Entfernung von Eng-land — UM.). Der Boden ist Fortsetzung des Niederländischen Tief-landes, jedoch ist Belgien nicht so wasserreich als das nördliche Nachbar-land. Die nördlichen Provinzen enthalten große Heidstrecken; nament-lich den unter dem Namen der Camp ine bekannten Landrücken, dersich aus dem nördlichen und östlichen Antwerpen nach Limburg hinein-zieht, eine dürre Gegend, in welcher sich einer Seits die Quellen derNebenflüsse der Scheide und Dyle, so wie anderer Seits der Ursprungder Nebenflüsse der Maas und der südlichen Rheinmündung befindet.Moräste sind hier, außer dem Großen Moore zwischen Dünkirchen undFurnes (der große Peel in Limburg wird Niederländisches Gebietwerden), nicht von Bedeutung. Die übrigen Theile des Landes, be-sonders die Ebenen Brabants und Flanderns, haben einen schwerenfruchtbaren Boden und auch die mehr sandigen Gegenden sind durchamsige Cultur zu sehr ergiebigem Ackerboden schon größtentheils umge-schaffen. Die drei südöstlichen Provinzen (Hcnnegau, Lüttich undNamur) nehmen, so wie sie sich dem Hochlande der Ardennen, dieihre Zweige hierher verbreiten, nähern, immer mehr den Charakter einesBerglandes an, jedoch findet sich schwerlich ein Höbenzug der viel über1200 F. mißt. Der südöstliche Theil- Belgiens ist Rheingebiet; ihndurchströmt die MaaS, welche von W. her die Sambre, Jaarund Necr, von O. her die Lesse, Ourte (mit der Aisne, Vi-

*) Der für die Niederlande bestimmte Theil von Limburg (— 81 Q. M.200,006E.) begreift die nordöstliche Ecke jener Provinz und denöstlichen Theil derselben, welcher am rechten Ufer der MaaS liegt,mit Einschluß der Stadt Maestricht, also die Städte Benlo, Roer-monde, Weert u. a.

**) Nach dem Londoner Conferenz Borschlage soll ein Theil von Limburg(51 Q- M. 200,000 E) an die Niederlande abgetreten werden, woge-gen Belgien einen Theil von Luxemburg (54Q-M. 150,000 E.) derhier noch nicht berücksichtiget ist, erhält.