Band 
Erster Theil.
Seite
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Einleitung.

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Wassermangel ') und bedürfen daher, wenn sie ergiebige Erndten lie-fern solle», künstlicher Bewässerung; daher liegen große Strecken ganzunbebauec und bieten, da sie meilenweite baumlose Ebenen bilden, dieim Winter eine ziemlich rauhe Luft haben und im Sommer von glü-hender Sonnenhitze verbrannt werden, keinen angenehmen Aufenthaltdar. Anders ist es in dem Tieflands und in den Thalern der Gebirgs-gegenden. Hier ist, wo nur Wasser sich findet, üppige Fruchtbarkeit;aber Mangel an Bewässerung ist auch da nur zu häufig. ThätigeBulkane hat Spanien nicht, aber vulkanische Bildungen kommen inverschiedenen Gegenden vor. Seen und Sümpfe sind im Innern vonkeiner Bedeutung, aber an der Ostküste sind zahlreiche Lagunen, dar-unter der See von A lbufera.— Sebr gleichförmig sind die Strom-gebiete der Halbinsel. Duero, Tajo (tacho), Guadiana undGuadalguivir (kibir) fließen in paralleler Richtung vom östlichenBerg- und Hochlande zum Atlantischen Ozean; nur der Ebro, der inder nördlichen großen Gebirgsebene seine Quellen hat, folgt der westli-chen Abdachung zwischen den Pyrenäen und dem innern Hochlandezum Mittelmeere. So bedeutend diese Ströme sind, so haben sie dochverkältnißmäßig nur geringe Wichtigkeit für das Land, da außer demEbro und Guadalguivir keiner derselben, der Wasserfalle, Felsen, Strom-schnellen und seichten Stellen wegen in Spanien-schiffbar ist; nochweniger sind es die kleineren Gewässer, die zum Theil im Sommerganz austrocknen. Die bedeutendsten Nebenflüsse sind: n) des M i nhv:der Sil; Ii) des Duero: die Pisuerga mit dem Carrion undArlanzon, der Valderaduay mit dem Seguillo (kiljo), dieCsla mit der Eca, in S. der Duraton, Eega, Eresma mitder Ada ja (cha), Tormes und Agueda; e) des Tajo; in N. derSgrama (charama) mit dem Henares und Manzanares, Al-berche, Tietar und Alagon, in S. der Guadiela undSalor;ck) des Guadiana: in N. die Giguela, in S. der Montiel oderJabalon (chawalon), Guadasira und Ardila; e) des Gua-dalquivir: in N. der Guadalimar, in S. der Guadianamenor und Senil (chenil); k) des Ebro: in N. der Aragon mitder Agra, Gallego und Scgre, welcher die Einen und beideNoguera aufnimmt, in S. der Guadalope, Salon schalen) mitder Silo ca (chilo) und Alama. Unter den Küstcnflüssen sind dienördlichen, westlichen und südlichen völlig unbedeutend; ansehnlichersind der Guadalaviar oder Turia, der Tucar (chukar) und dieSegura, welche ins Mittelmecr fließen. Au bemerken ist noch dieBidassoa, als Gränzfluß gegen Frankreich in W., und der Tintoan der SW- Küste, wegen seines gelben kupferhaltigen Wassers, ohnealle lebendige Geschöpfe, ja selbst ohne Wanzen. Wenig hat der Mensch

*) Die Ursache der Dürre und des Mangels an reichlich fließenden Flüssenund Bächen sind: die horizontale Richtung der die Hochebene bildendenSteinschichten, die Trockenheit der Luft, die geringe Breite der Berg-züge, die geringe und nicht lange dauernde Schneedecke derselben, Man-gel an Waldungen und Mooren auf den Höhen.