484 Spanien.
verfertigt. — pricgo, 5000 E>, in einem reizenden Thale. — Luccna,12,000 E. — Nontilla und Laben, 6V00E. — Dujalance (bncha), 9000 E.Starker Ölban.
21) Provinz Räiiigrcich Iaen (chaen); — 310,000 E. — Iaen amFuße des Schnecgebirgcs, 2» — 30,000 E. Prächtiger Dom und festesSchloß. Bischof. — Anbuja'r (dncha'r) am Giiadalguivir, 14,000 §., ver-fertigt durch ganz Spanien berühmte thöncrne Wafferkrüge. Bei dem na-hen Bergpaffe Daylen ergaben sich 1808, 20. Iul. 8000 Franzosen den Spa-nier». — Ubcda und Daeza (ba —cßa) mit 16 und 15,000 E. — Lina-res unweit des Guadalimar, mit Blei- und Silbergrubcn. — Markos,11,000 E- Viele Römische Alterthümer. — Alcalä j,n reizenden Thale desGuadayra, herrlich geschmückt mit Öl- und Oraugenbäumen, Palmen, Ca-ctus, Agaven und Pistacien. — In der Sicrra Morena siedelte der Spa-nische Minister Olavidcs seit 1767 Deutsche und andere Ausländer bis über10,000 an der Zahl a», die bald mehre blühende Städte und Dörfer, La-rolina, Larlota u. a. gründeten und besonders Seidenbau und Webereitrieben. Seit dem Sturze ihres Stifters sind die neuen Anlagen sehr inVerfall gekommen; die Colonisten sind zum Theil weggezogen; jedoch gabes 1797 deren noch über koov, und der Colonicdistrikt zeichnet sich nochimmer durch Anbau und Reinlichkeit der Wohnörtcr aus. In neuerer Zeithaben Privatpersonen wieder einige Niederlassungen gegründet, deren Haupt-ort Sän Lalixto werden soll. — Schauriger Bcrgpaß Despcna (penja)perros mit der einsamen ganz nach Art einer Morgenländischen Karawan-serai eingerichteten Herberge venta de Lardenas; Übergang zum Kastilischcn Hochlande. Das Dorf Navas do Toloza; Sieg des Königs AlfonSüber die Araber 1250 und der Spanier über die Franzosen 1812.
VIII. Königreich Granoda oder Oberandalusien.
— 452 Q.M. 1,230,000 C'. Die ganze Provinz ist Hoch- undGebirgsland. In O. sind die Berge von Muccia mit dem Cabezode Maria — 5900 F. An diese schließt sich die Sierra Nevadamit dem Eumbre de Mulhazen — 11,100 F., westlicher das Ge-birge von Luxar und Ronda — 6000 F., alle drei Wasserscheidezwischen dem Guadalguivir und den Küstenflüsscn Guadalforze,Motril, Almanzor u. a. Südlicher als die Sicrra Nevada sinddie Alpujaras, deren höchste Spitze der Eerrajon de Murtas4600 F. hoch ist. Steil fallt das Gebirge zwischen Almeria und Ve-lez Malaga ins Meer hinab und bildet eine völlig öde Küste, die nuran den Flußmündungen durch fruchtbare Thäler und Örter unterbro-chen wird; sanfter abfallend ist das westlichere Gebirge. Granäda istdie südlichste Provinz Spaniens und ganz der Mittagssonne zugewen-det, deren Strahlen durch die Brechung an den hohen Gebirgen dop-pelt Warme verbreiten, so daß hier Afrikanisches Klima und Erzeug-nisse mit Europäischen gemischt sind. Der Boden ist reicher an Ge-wässern und daher gerade die nicht ausgedehnte Hochebene von Gra-nada viel reizender als Kastiliens dürre Flächen, wenn gleich auch