Granate.
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hier Bewaldung fehlt'). Silber, Blei, Quecksilber und Ei-sen werden wenig gewonnen, desto wichtiger ist der Bergbau aufBlei. Marmor, Reißblei, Edelsteine, Salz. Wein, Gra-naten, Oliven, Feigen, eßbare Eicheln, Seide, Soda,Secsalz, Sumach, Kork und Schweine sind die Hauptpro-ductc; auch Zuckerrohr, Dattelpalmen und Baumwolle fin-den sich. Sehr thätig find die Moriscos, Nachkommen der Mau-ren, in den Alpujaras.
22) Provinz Granäda. — Hauptstadt Granäda am Tcilil und Dar-rv, in der herrlichen vcga von Granäda, auf einem Hochlande am Fußeeines Zweiges der Sierra Nevada, 60 bis 70,000 E., vor vier Jahrhunder-ten mit mehr als 20VMV E. Die Straßen sind eng und krumm, tragenaber an den Gebäuden die Spuren der Maurischen Bauart. Reichthuman schönen öffentlichen Gebäuden, besonders Kirchen, Klöstern und Hospi-täler». Der Pivarrambla und Zacati», öffentliche Versammlungsplätzein den Morgenstunden. Der Theil der Stadt auf dem rechte» Ufer desDarrv heißt Albayci»; diesem gegenüber auf dem Bergrücken liegt derAlhambra, ein ganzer Stadtthcil mit fast 2»o Häusern, unter denen ganzeMaurische Gebäude, besonders der prächtige Maurische Pallast und das un-vollendete Schloß Karls V. von einer oft 18 F. dicke» Mauer umschlossen,mit gewaltigen Thürmen, schönen Sälen, Arabischen Inschriften und ei-nem großen zum Theil mit Marmvrplattc» ausgelegten Hofe. Das an-dere Maurische Schloß Generalife; Castell, Neste alter Festungswerke.Der Alhambra von den Franzoseu befestigt, letzter Sitz Arabischer Königein Spanien. Erzbischvf; Universität, 1S31 gestiftet. Prächtiger Dom.Seidenfabriken, große königliche Salpeter- und Pulverfabrik. Erobe-rung der Stadt 1492, 3. September. — Ronda im Gebirge auf zweiFelsen gebauet, durch eine Brücke verbunden, unter welcher in einermehr als 250 F. tiefen Schlucht der Guadapra (da—ira) stießt; 2ü,vüü E.Dagegen das Dorf Setcnil in tiefer Gebirgsschlucht, fast unter der Erde.— Almeria, 7V0VE. Hafen. Bischof. Scesalz-, Salpeter- und Sodage-wittnung. — Motril, 450» §. Hier, wie um andere Küstenstädte bedeu-tende Zucker- und Baumwollciipflanzungen. — Malaga, 5»,»»» E. Sitzdes Generalcapitains der Provinz und eines Bischofs. Wichtiger Handels-hafen. Starker Wein-, Öl- und Seidenbau; 7VN» Weinberge in der Um-gegend; auch Baumwolle, Zuckerrohr, Cactus und Bataten werde» gezogen.Gelbes Fieber 1804 hier, wie in velez (weles) Malaga, Handelsstadt,16,»«0 L. — Loxa (locha) und Guadix (guadich), am N. Abhänge des
*) Die mehrsten Gebirge des südlichen Spaniens haben auf ihre» waldlose»Felsen (nur die Sierra Morcna ist von immergrünen Eichen beschattetund mit dem duftenden Cistus (Omttw laelanikerur.) bedeckt). Lavendel,Rosmarin und Thymian, aber keine dichte Pflanzendecke. Üppige Vege-tation trifft man nur in einzelnen feuchteren Thalgründen, die in derNähe der heißen Südküste wahrhaft entzückende mit Granat- und Ole-anderblüthen geschmückte, von Orangenblüthenduft erfüllte Oasen in ei-ner traurigen Felsenwüste bilden (Hausmann).