Estremadura.
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nach Brasilien, 1807, 27. Nov. — Mafra, ein Flecken, berühmt durch seingroßes Klostergebäude, für 300 Mönche (1823 waren deren 20») bestimmt,760 F. lang, 670 F. breit, größer als das Escurial, mit einer prächtigenKirche, die ganz von Marmor erbauet ist und an einer Seite einen könig-lichen, an der andern den Patriarchalpallast hat, von Johann V. 1717 bis1731 erbauet, aber noch nicht vollendet. 2» den Thürmen desselben sind160 Glocken und cS enthält 860 Zimmer, auch zwei bedeutende Bibliotheken.— Lintra (ßintra), reinliches Städtchen in einer romantischen Verggcgend,die durch Landhäuser und Gärten noch verschönert wird, mit einem großen,aber sehr einfachen königlichen Schlosse und einer Einsiedelei, dem soge-nannten Rorkkloster, das seinen Namen von den Korkplatte» trägt, womitdie Wände der in Felsen gehauenen Zellen bedeckt sind. Ruinen einesMaurischen Castells auf einem der höchsten Gipfel, von wo man eine ent-zückende Aussicht über die schöne Gegend und das Meer genießt. BerühmteOrangen. Landhaus und Grab des Juan de Castro 1548). Waffenstill-stand 1868, 22. Aug. — vimieira, Dorf. Schlacht 1808, 21. Aug. —Laldas, Flecken mit warmen Bädern, die, obgleich ohne alle Annehmlich-keit anderer Badcörter, besonders im Mai und Septbr. von der vornehmenWelt stark besucht werden. — Gciras, Flecken am Meere, mit warmenBädern. — Torres vedras, 3 bis 4060 E. Weinbau. Wellingtvn's be-rühmte Bcfestignugslinicn 1816 . — Laocaes, kleine Hafenstadt unweit desCap Roca. Die nach Lissabon bestimmten Schiffe nehmen hier gewöhnlichLootscn an Bord. Auf dem Cap ei» Leuchtthurm. — Aljubarota, einFlecken, merkwürdig durch den Sieg der Portugiesen 1385, wodurch sie ihreUnabhängigkeit von Kastilicu sicherten. Zum Andenken stiftete der Königdas nahe Kloster Batalha (talja), mit prächtiger Kirche, deren Thurm sichdurch sonderbare Bauart auszeichnet. Großes, aber unvollendetes Mauso-leum. — Alcobaca (alkowassa), reiches Stift, ehemals herrliche Gebäudemit Archiv, Bibliothek und wichtigen Knnstschätzcn, die vor der Plünderungund Verbrennung des Stifts durch die Franzosen 1811 noch gerettet wur-den; vormals Begräbnißort der Könige, seit H48. — Almada am Tejo,der hier nur Z M. breit ist, Lissabon gegenüber, 3 bis 4666 E. — Ablau-tes, Flecken am Tcso, der bis hier schiffbar ist, obgleich er noch bis Alcau-tara in Spanien mit Schwierigkeit befahren wird ; 3666 E- Wichtiger Paß.Fruchtbare Gegend, welche Lissabon mit Getreide/Obst und Gemüse ver-geht. — Santarem am Tejo, 966« E. Daneben das Dorf Rio Mayür,mit dem einzigen Quellsalzwerke des Landes. — Setubal (setüwal), vonAusländern gewöhnlich St. Ubee genannt, an der Mündung des Sado,mit 14,066 S. Wichtiger Handel besonders mit dem hier in mehr als 566Gruben bereiteten Seesalze. Verfertigung von Decken aus Esparto, —Tomär, 5666 E., Flecken mit einer großen Baumwvllspinncrci. — Leiria,5666 E- In der Nähe ein großer Fichtenwald, an welchem daö Dorf Ma-rinha (rinja) grande mit großer Glashütte. — pcniche (tsche), Hafen-stadt am Cap Larvoeiro. — An der Küste liegt die kleine unbewohnteBerlenga Insel mit einem Fort, welches zum Staatsgcfängniffe dient.
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