Band 
Erster Theil.
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Einleitung.

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vergl. Schweiz. Die übrigen Provinzen Frankreichs, Anjou, Poitou,Saintonge, Maine, S. Normandie sind von kleineren und größeren Hü-gelketten durchschnitten, besonders zeichnen sich aber noch die BergreiheninBcetagnc (dieBerge vonArree, Menez und Mord i h an),die etwa 1200 F. hoch sind, so wie die Hügelkette in S. Norman-die, in welcher die Vire, Orne, Sarthe und Maycnne entspringen,und welche sich in W. an jene anschließt, aus. Der Boden ist nichtallethalben zum Ackerbau passend; einen großen Theil bedecken kahleGebirge (SO.), dürre Flächen (Champagne), Sand und Morast (Flan-dern, Artois, Picardie, Gascogne), aber es giebt auch sehr fruchtbareGegenden (Elsaß, Lothringen, Jsle dc France, Orleannois) und herr-liche Thäler in S. und SO. Zu bemerken ist besonders die 40 Q.M. große Heid-, Sand- und Mvrastebene in Guyenne undGascogne, zwischen der Dordogne und dem Fuße der Pyrenäen, unddie merkwürdige Cra u in der Provence, eine Fläche zwischen der Rhone,Durance und dem See von Bcrre, einige Q. M. groß, ganz mit faust-und mehr als kopfgroßen, abgerundeten, glatten Steinen, mcistcntheilsQuarzen, bedeckt, zwischen denen dürftige Gräser hcrvorspricßcn. Sehrbedeutend ist die Ausdehnung der Küsten, welche am Mittelmecrc, woder Golfe de lion*) (Lö'wcnbusen) ist, 75 M., am AtlantischenOzean und dem Kanal 220 M. beträgt. Unter den übrigen nicht zahl-reichen Baien bemerken wir den Busen von Gascogne oder Bis-kaja und die Baien vonMorbihan, Douarncncz, St.Brieupund Cancale in Bretagne. Die besten Häfen sind in der nördli-chen Hälfte der Atlantischen Küste; von der Eharcnte bis zum Adoucist nicht ein einziger; ja dort ist das Ufcrland eine wenig bewohnteSand- und Morastfläche mit zahlreichen Lagunen; auch die Küste vonder Rhone bis zu den Pyrenäen ist flach, sandig und ohne natürlicheHäfen.

Frankreich gehört zu den am reichsten bewässerten Ländern Euro-pas; es hat vier Hauptstrome, deren Gebiet ihm allein angehört undsteht durch drei andere mit der Schweiz, Deutschland und den Nie-derlanden in Verbindung. Die Rhone, die aus dem Walliser Thalcherflicßt, tritt bald, nachdem sie den Genfer See verlassen, ins Fran-zösische Gebiet, trennt Burgund, Lyonnois und Languedoc von Savo-jen, Dauphine und Provence und bildet durch ihre Theilung beiArlcs, 5 M. vor ihrer Mündung, ein sandiges Delta, die Eamar-g uc. Sie ist in Frankreich fast ganz schiffbar, aber durch Strom-schnellen (auch Waffcrfällc bei Seyssel im Departement des Ain,Saut du Rhone genannt, 6 Fuß Höhe auf einer Strecke von 3000 F.und die merkwürdige Perte du Rhone in demselben Departement,wo der Fluß bei niedrigem Wasserstande eine Strecke unter Felsenfortgeht), Sandbänke und plötzliches Anschwellen den Schiffenden ge-fährlich; am reißendsten ist sie von Lyon bis Avignon, kaum bemerk-

*) Nicht Meerbusen von Lyon, wie gewöhnlich gesagt und geschriebenwird; im Mittclalter hieß dieser Theil des MittelmecrcS, wäre lconis(Malte Brun).