Band 
Erster Theil.
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545
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Languedoc. 545

und Tuchfabriken, Trüffeln. An der Ardeche bei dem Dorfe Thueyts istder Königsfolscn, ei» ungeheurer Fclsendanmi. Ein Wasserfall stürzt sichin den 5»»F. tiefen Abgrund, über welchen eine zwei Stockwerk hoheBrücke führt. — Bei Ruoins an der Ardeche, merkwürdiges Fclscnlabyrinth.

— Bei Rochcni-rure an der Rhone, alte Vulkane und tiefe Krater. —Viviers an der Rhone, 180» E. Seminar. Tuchfabriken. — j- Tournonan der Rhone, 4»»» E. — L'Argentiere, 20»0 E. Scidenfabriken. —Vallon a. d. Ardeche, 2üvo E. Höhle». — Zlnnonay, 950» E. BerühmtePapierfabrik; ferner Seiden-, Handschuh- und Wollfabrikcn. Erste Eisen-drathbrücke in Frankreich. Montgolficr's Erfindung des Lustballs 1783.

69) Departement des Gard. — ch Nismes, 39,50» E. Medizinischeund ökonomische Gesellschaft, Bibliothek, Akademie, botanischer Garten.Bedeutende Römische Ruinen, unter denen besonders das Amphitheater,404 F. lang, 317 F. breit, für 17,»vü Zuschauer hinreichend, und ein kleinerTempel (msisoi, «inariöe), 72 F. lang, mit 32 drei F. dicken Säulen, guterhalten sind. Wichtige Seiden-, Leder- »ud Parfümcriefabriken; Handelmit Arznei- und Färbcpfianzen. Verfolgung der Protestanten, die hier SKirchen haben, 1816. — Aigucs Mortes, von Morasten eingeschlossen unddaher mit ungesunder Luft, dM. vom Meere entfernt, 27V0E.; ehemalsSeestadt, den» hier schiffte sich Ludwig IX. zu seinem Kreuzzuge nach Ägyp-tcn 1248 und nach Tunis 1269 ein. *) Wichtige Seesalzbercitung. —chUzes, 600» E. Seiden- und Baumwollfabrikcn. — Bcaucaire an derRhone, l»,v»v E. Vor der Stadt wird 22. bis 28. Juli die berühmtesteMesse Frankreichs gehalten, die selbst von Griechen, Türken, Persern, Ar-meniern und Ägyptern besucht wird und durch welche allein in diesen sonsttodten Ort Leben gebracht wird. Die ganze Umgegend der Stadt ist mit Hüt-ten und Buden bedeckt und selbst der Strom voll schwimmender Wohnun-gen, um die Hundcrttausende von Menschen zu beherberge». Römische Al-terthümer, Kanal nach Aigues Mortes. Eine Meile nördlicher ist derPont du Gaed. Dieses Meisterwerk Römischen Unternehmungsgeistes undder Baukunst gehört zu den wohlcrhaltcnsten Resten des Alterthums. Eswar ursprünglich eine Wasserleitung von Uzes nach Niönics. Dieser nochübrige Theil leitete das Wasser über ein 18» F. tiefes Thal des Gard,oben 84» F. weit. Im Flusse sind sechs gewaltige Bogen, deren höchster

— 76 F., auf welchen 11 andere eben so hohe stehen, die wieder 35 klei-ncre tragen. Das ganze Werk ist von Quadersteinen in den schönsten Ver-hältnissen aufgeführt und dient jetzt als Brücke. — chAlais am Gardenund am Fuße der Cevennen, I»,5ü»E. Citadelle. Mineralquellen. Stein-kohlengruben, bedeutende Seidenweberei. — s-Le Pjgan in den Cevennen,42üv E- Seiden- und Baumwollfabrik. — Aranion a. d. Rhone, 26V» E.

*) Neuere Untersuchungen haben gezeigt, daß die Stadt seit einem Jahr-tausend in derselben Entfernung vom Meere lag, daß aber ehemals ver-mittelst jetzt verschlammter Kanäle Seeschiffe bis zu den Mauern dersel-ben gelangen konnten. Die Meercshöhe hat nicht ab-, das Ufer nichtzugenommen.

Dolger'S Handb. Ir TH. 3te Aufl.

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