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Rußland.
(1830 gewann man 12,400 Pf.); an der Europäischen Seite Pla-tina fand, der reiche Ausbeute giebt (1830 — 3670 Pf.), so daßman jetzt schon aus dem gewonnenen Metalle Münzen schlägt. Po-len liefert Silber, Eisen, Blei und Galmei. Blei wird inFinnland viel (18,000 Ztr.) gewonnen; andere Metalle sind zwar vor-handen, doch nicht von Bedeutung, größtentheilS unbenutzt. ReicheSilbergruben im Asiatischen Gebiete (im ganzen Reiche 1828 —76,500 Mark — über 1 Mill. «§>). Salz ist in Überfluß, besondersin O., theils in Seen (am Jelton See sind während des Sommersoft 1500 Arbeiter beschäftigt, die des Jahrs 2 bis 300,000 FuderSalz gewinnen), theils in Quellen; derN. hat ungeheure Torflager.Sehr mannichfaltig sind die übrigen nutzbaren Mineralien, doch keinesausgezeichnet, oder wenigstens noch nicht gehörig benutzt, so z. B.Steinkohlen, Edelsteine (im Ural hat man auch Diamantenentdeckt), Asbest, Frauenglas, Bernstein, Marmor, Por-zellanthon, Schwefel, Salpeter u. a. Mineralquellen,wenig benutzt, nur die am Fuße des Kaukasus werden stark besucht.—Alle Gewerbe der rohen und cultivirten Menschheit finden sich in demungeheuren Reiche, je nachdem Klima, Boden, Producte und andereUmstände die eine oder die andere begünstigen oder erheischen. Deräußerste N. kennt fast nur Jagd und Fischfang, die SO. Steppenfast nur Viehzucht; in den eigentlich cultivirten Gegenden findensich vor alle» Ackerbau und Viehzucht, der Ural und die vielenEisenminen des Innern veranlassen wichtigen Bergbau. Jagd istallethalben frei. Handel im Innern, wie mit dem Auslande, ist inden cultivirten Gegenden, obgleich gute Landstraßen (die jedoch durchviele schiffbare Flüsse und Kanäle zum Theil ersetzt werden) noch fastganz fehlen, sehr blühend. Der Fabrikfleiß wächst immer mehr;durch strenge Zoll- und Einfuhrgesetze (die W. Gränze allein ist mit3245 Gräuzreutern und Fußwächtern nebst 340 Aufsehern u. a. Be-amten besetzt) sucht man ihn zu heben, so wie zahlreiche Kanäle unddie herrliche Schlittenbahn im Winter den innern Verkehr befördern.Die wichtigsten Seehandelsplätze sind in N. Arckangel, in W. Pe-tersburg und Riga, in S. Odessa; den Asiatischen Handel be-treiben besonders Astrachan und Orenburg. Die AuSfuhr über-steigt die Einfuhr mehr als in irgend einem andern Europäischen Staate.Die Provinzen Moskau, Wladimir, Petersburg, NischegorodKursk, Orel haben die meisten Fabriken, die Ostseeprovinzen, sowie die südlichsten, nördlichsten und östlichsten die wenigsten. Diewichtigsten Kunstproducte sind Lein - und Hanföl, Pech, Theer,Lichter, Seife, Leder, besonders Juften, auch Saffian undChagrin, Pelzwerk, Segeltuch und Seilerarbeiten, Leine-wand, Seidenwaaren, Pottasche, Glas, Pulver, Hau-scnblase, Holzwaaren, Zucker, Anker und andere Eisen-,Kupfer- und Messin g waar en. Diese liefern alle zur Ausfuhr;außer diesen giebt es viele andere Gegenstände, die zum Theil in vor-züglicher Güte (Gewehre, Gold- und Silberwaaren, Spie-gel u. a.), aber nicht hinreichend verfertigt werden. Hauptausfuhr-