Band 
Zweiter Theil.
Seite
5
JPEG-Download
 

Einleitung.

5

Mast, dcr zu Flechtwerk aller Art, zu Schuhen, zum Dachdecken, zuWarenkörben ». dergl. gebraucht wird, so wichtige Linde ist sehr ver-breitet, eben so die Esche, nicht so sehr die Eiche; sehr viele Bu-chen, welche die südlicheren Waldungen bilden; der S. hat auch denPlata», Buchsbaum, dieMau naesche und dieZipresse. Treib-holz an den baumlosen Küste» deS Eismeeres. Rindvieh ist ingrößtem Überflüsse, so daß man in den daran reichen Provinzen Po-dolien, Wolhvnie» u. a. dasselbe bisweilen wohl nur des Talgeswillen schlachtet; in S. hat man auch den Büffel und in den Wäl-dern findet sich noch bisweilen dcr wilde Bison oder Au er ochse (erscheint jedoch auf den großen Wald von Bialvwicz am Narew in Lit-thauen (Statthalterschaft Grodno) beschränkt zu sein, wo sich 1826noch über 700 in völlig wildem Zustande befanden); Schafe sind inungeheurer Menge und auf großen Gütern zum Theil veredelt; in S.ist schon die Art mit dem Fettschwanze; der Muflon lebt viel-leicht noch auf dem Ural, so wie wilde Ziege» in S. DieSchweinezucht ist besonders in den W. Provinzen sehr bedeutend,in den SO., Provinzen, besonders im Lande der Kosaken, Baschkiren,Kirgisen und Tataren, ist dagegen Pfer d e z uch t »»gemein stark; ineinigen Gegenden sind schöne Rassen; in den SO. Steppen lebt dasPferd halbwild. Der Esel ist nur in S., am Kaspischen See sogarwild. So wie das Kamel (hier daS Dromedar) in Südrußland,besonders in der Krimin, seltner am unteren Don und an der unterenWolga gebraucht wird, so das Rennthier im fernsten N. Daseßbare Wild ist in nicht großer Menge; in Tannen lebt der Dam-hirsch, in Livland und den benachbarten Provinzen, auch am LadogaSee das Elenthier; desto wichtiger aber ist die Jagd des eigent-lichen Pelzwildes und reißender Thiere. Bären und Wölfesind in Menge, außer diesen Zobel an der Peczora, Biber, Mar-der, Wiesel, Iltisse, Füchse, Dachse, wilde Katzen, Luch-se, Ottern, Murmelthiere, besonders Eichhörnchen; Antilo-pen und Gemsen bewohnen die D. und S. Gebirge; Robben fin-den sich nicht allein am Eismeere, sondern .auch im Kaspischen, imLadoga und Oncga See. Wildes und zahmes Geflügel (Au er-,Wirk-, Schnee- und Haselhühner), besonders Sumpf- undWasservögel sind in den geeigneten Gegenden zum Theil in un-claublicherMenge; Schwäne am Kaspischen See; am Eismeere Ei-tergänse. Sehr fischreich sind alle Gewässer, besonders die Wolga,tie vorzüglich Welse, Lachse, Hanse» nndStvre liefert; Häringein der Ostsee. Bienen finden sich wild und zahm, in einige» Ge-cendeu auch die Polnische Cochenille; der Seidenbau in S.vill nicht viel sagen. Heuschrecken verwüsten oft die südlichen Gegen-teil Eisen und Kupfer werden in großer Menge gewonnen (manterrchnet die jährliche Ausbeute der Eisengruben im ganzen Reiche aufvei: über 3 Will. Ztr., denn allein in der Statthalterschaft Permner)cn jährlich über, 2,770,000 Ztr. gewonnen, der Kupferzruben auf^0 bis 80,000 Ztr. allein in Perm jährlicb 35,000 Ztr.), und der Uralentlält ungeheure Lager von Goldsand (aber an der Asiatischen Seite)