Band 
Zweiter Theil.
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Rußland.

N. Ufer ist noch wenig angebauet. Die wichtigsten Quartiere sind die 4 2d-miralirarsthcilc zwischen der Newa und dem Fonrauka Kanale, die durchzwei kleinere Kanäle, den Moika- und Larharinenkanal, von einandergetrennt sind. Die Straßen aller Quartiere sind durchaus regelmäßig; an-'ter den 8000 Privathäuscrn sind aber noch 5330 hölzerne; jedoch giebt eseine Menge ausgezeichneter Gebäude und die hölzernen verschwinden im-mer mehr. In den Admiralitätstheilcn befinden sich: der kaiserliche iDin-rerpallast an der Newa; vor demselben die aus einem Eranikblocke ver-fertigte 84 F. hohe, 12 F. dicke Säule zu Ehren Alexanders I. (1832 wahr-scheinlich vollendet); neben demselben die Eremitage, Licblingsaufenthaltder Kaiserin Katharina 1l., welche hier Diderot's, Doltaire's und Ga>liani's Bibliotheken (10,600 Bände) aufstellen ließ, durch ein Gewölbeüber dem Katharinenkanale mit dem Theater verbunden, die Gemälde-gallcric, Lupferstichsammluiig, das Miinzkabinec, ein großes Erercir-haus. Auf der anderen Seite die Admiralität, mit Wall und Grabenumgeben; hier sind die Werkstätte für den Schiffbau, die Magazine unddie Docken; ausgezeichnet ist der Thurm mit der herrlichen vergoldetenSpitze. Die von Granit crbauctc, mit Marmor, Jaspis und Pvrfyr be-kleidete Isaakskirche, die jetzt erweitert wird, bemerkenswert!) durch sech-zehn 56 F. hohe Granitsäulcn; auf dem nahen Pecersplaye die kolossaleReutcrstatuc pcrers des Großen auf einem 17 F hohen, 30,000 Zentnerschweren Granitblockc, 1782 von Katharina II. errichtet, und der Pallast desdirigirendcn Scnare. Zwischen der Newa und Moika ist das große Mars-seld, von zwei großen kaiserlichen Garten, dem Marmorpallaste (vonGranit erbauet, mit Marmor bedeckt, das Dach von Kupfer mit eisernenSparren), schönen Cascrnen und andern ausgezeichneten Gebäuden um-schlossen, mit der Bildsäule Suwarow'e (ff 1800). Die prachtvolle La-sanskirche an der schönsten Straße der Stadt, der Ncwsky Pcrspeerive,mit marmornem Fußboden und 56 Granitsäulen; vor derselben die (1830erst in Modell aufgestellten) Bildsäulen der Fürsten Kutusow und Barclaite Tvlly; die herrliche Nikolaikirche mit zwei Stockwerken, deren unte-res sich heizen läßt; das kaiserl. Findelhaus für 5000 Kinder; das Thra-ker; die kaiserl. Bibliothek, ein drei Stockwerk hohes Gebäude, in wel-chem unter andern die in Warschau 1794 eroberte große Zaluskischc Bü-chcrsamn.lung sich befindet; die palläste der ehemaligen Großfürsten Ni-kolaus und des Großfürsten Michael, der große Laufhof, ein aus mehrenHöfen bestehendes wcitlauftiges Gebäude mit Arkaden und 170 Kaufmanns-gewölben; die schöne Armenische Lirche, das kleine Theater, der Mi-chailowschc Pallast, den Paul I. bewohnte, jetzt eine Ingenieurschule, daskaiserliche Erziehungshaus und derNarstall. In dem Srückhofguarriereist das Arsenal und Gießhalle, der Arcilleriehof und prächtige Lasernen,das Lacharinenstifr. Das Weinachtsquartier enthält den TaurischcnPallast, ehemals dem Fürsten Pvtemkin, der Tauriew genannt, gehörig,mit einer Antikcnsammlung, das große Fräuleinstift, das Smolnische

Kloster,