Band 
Zweiter Theil.
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Ostsee Provinzen.

Kloster, ein Erziehungsinstitut für 59vo Mädchen. In dem Iemskoischen-vder Fuhrmannsquarriere an der W. Seite der Newa ist das AlexanderNenssky Rloster, an der Stelle, wo Alexander 1241 die Schweden be-siegte, ein großes Gebäude mit 3 Kirchen, in deren einer, der Ordens-kirche des gleichnamigen Ritterordens, das silberne Grabmal des heiligenAlexander und die kaiscrl. Gruft, Sitz des Metropoliten mit ciyem gcistl.Seminar und 100 Mönchen. Die große und kleine Newa schließen denwestlichen Stadtthcil, die wasilief Insel, ein, auf der die prächtige Börse,1811 vollendet, 330 F. lang, 246 F. breit, mit 40 Dorischen Säulen undeinem 136 F. langen Saale, vor derselben prachtvolle Kais mit Marmor-bekleidung und 2 hohe Säulen, auf denen die Bildsäulen des Atlas großeHalbkugeln tragen, die zur Erleuchtung dienen, die Akademie der Wis-senschaften, die herrlichen Gebäude der zwölf Collcgien, der See- undLandcadctten, das Zollamt, der Hafen und Numanzow's 81F. hoher Obe-lisk sich befinden; jedoch ist der größte Theil dieser Insel noch Wald undFeld. Daneben zwischen der kleinen Newa und großen Newka liegt dieInsel St. Petersburg, mit dem kleinen Wvhnhausc Peters d. Großen undder Festung, nach der Newa zu mit geschliffenen Granitplatten bedeckt,welche die Peter paulskirche mit der kaiserl. Gruft und einem gegen4voF. hohen pyramidenförmigen vergoldeten Thurme, und die Münze insich schließt. Die sogenannte wiburgische Seite, am N. Ufer der Newaist noch wenig bebauet; aber auch hier befinden sich schon Mehre ausge-zeichnete öffentl. Gebäude. Man zählt 1831 — 179 Kirchen und Kapellen(darunter 140 Griechische, 4 Altgläubige, 19 protestantische und Römischkatholische, 8 Bethäuser), in denen in 15 Sprachen Gottesdienst gehaltenwird. Zu den wissenschaftlichen und Unterrichtsanstalten gehören die 1821gestiftete Universität (1830 — 311 Studenten), die medizinische Akade-mie, die Akademie der Wissenschaften, für Russische Sprache, Ökonomie,Mineralogie, die Bau - und Malerakademie, Gricch. thcol. Hochschule,pädagogisches Centralinstitut, 1829 als Seminar für Gymnasiallehrer ge-stiftet, Kalmückisches Institut, das reiche Asiatische Museum, mehre Ca,dettenanstalten, die große Soldatenschule, das Annen- und Maricnstift, dieHandlungsschulc, das Gymnasium; dic Dcutschc Petrischulc, ein Blinden- undTaubstummeninstitut und viele andere. Reich ist die Stadt an milden An-stalten, Waisen- und Armenhäusern und Hospitälern, die mcistentheilsdurch kaiserl. Unterstützung erhalten werden. Sehr wichtig sind die Fa-briken (1831 — 187), unter denen die kaiserl. Tapeten-, Glas-, Spiegcl-und Porzellanfabr. die bedeutendsten; aber vor Allem der Handel, derdurch die große Bank und das Reichscommerzcollcgium erleichtert wird.Noch find die Inseln Lhrestorvsky, Ielagin und die Sreininsel (Kamen-noi Ostrom) mit schönen Anlagen (letztere mit einem Pallaste des Groß-fürsten Michael) als öffentliche Vergnügungsörter zu bemerken. Unweitder Stidt liegen folgende kaiserliche Lustschlösser: eins neben der Stadtauf der Stcininsel; Peterhof mit Peters d. Großen einfachem Gartcn-Vslgir's Handb. 2r Theil 3te 2