Kasan und Astrachan.
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dulden und die Städte meiden, ganz allein. — Perm a. d-Kama, 6000 E.Erzbischvf. Theol. Seminar und Symnasium. — Lungur an der Silva,7V00E. Sitz einer Bcrghauptmannschast. Eisenhütten. — Solikamek ander Kama, 5voo E. Salzsiederei. In der Nahe ein botanischer Garten.Zu Asien gehören Iekarerinburg u. a. Vergl. Sibirien.
V. Königreich Astrachan — 16,400 Q. M., 2,850,000 E.
Fast das ganze Land ist Gebirge oder Steppe. Die Steppe (d. h.eine trockne, waldlose Ebene) ist entweder todte Wüste, besonders inden niedrigen mit salzreichem Lehm bedeckten Strecken, oder kräuter-rciche Ebene, letztere besonders in den höheren nördlichen Gegenden,wo der Lehmboden mit fruchtbarer Dammerde bedeckt ist. An den Ge-wässern ist ergiebiger Boden, aber auch weite Sümpfe. In S. sindzahlreiche Salzseen. In RO. ist der südliche Theil des Uralischcn Ge-birgs, von dem sich ein niedriger Bergzug, Obstschei Syrt genannt,als Wasserscheide zwischen dem Ural und der Wolga, von O. nach W.hin in die Steppe hinein erstreckt. Der Boden nördlich von diesen Hö-hen ist fruchtbares Ackerland und, wie die Höhen selbst, in viele» Ge-genden, waldreich. Unter den E. sind viele Mongolische Völker-schaften, namentlich Baschkiren, Kirgisen und Kalmükken,ferner Tataren und längs der Wolga eine Menge Deutscher Co-lonien seit 1763. Auch Bncharen, Kau lasier, selbst Judenfinden sich hier. Man zählt im Ganzen hier gegen 300,000 'männ-liche?) Kosaken, 28,000 Kalmükken, 68,000 Kirgisen. Städte nur anden Hauptflnssen. Dies Königreich, welches, wie Kasan, sonst unterTatarischer Herrschaft stand, wurde 1557 von Iwan II. erobert.
33) Statth. Astrachan — 5200Q.M. 230,000E. Die un-geheure Steppe trennt die Wolga, deren Ufer an der rechten Seite(wie das der Kuma, des Ural u. a. Flüsse dieser Gegend) hoch undsteil, an der linken Seite flache Wiesen und Sumpf sind, und Ach-tuba in 2 Theile. Der Boden ist fast allethalben salzhaltig, ja selbstLuft, Regen und Thau enthalten Salztheile. In der Ebene, welchezum Theil so flach ist, daß anhaltender SO. Wind das Wasser desKaspischen Sees oft meilenweit über die Ufer treibt und Schiffe soweit auf das> feste Land bringt, daß man sie hernach auseinandernehmen muß, ist eine eigene Erscheinung die riesenmäßige Vergröße-rung ferner Gegenstände, so daß man Heidekraut für Bäume ansieht.Bäume (Pappeln, Birken, Ulmen) finden sich nur an den Ufern derFlüsse; einen reizenden Anblick gewähren einzelne Theile der Steppeim Frühling durch ihren Blumenflor, der sie, sobald der Schnee schwin-det, zu bedecken anfängt. Die Steppe selbst ist die Sommerweide, dieniederen Wiesengründe an den Gewässern liefern Heu für den Winter.Hin und wieder sind Sand - und Gipshügel, zum Theil in ausge-dehnten Gruppen (so das Gebirge Tschiptschatschi, ein bekannterTauschhandelsplatz in O. der Wolga); der herrschende Ostwiud macht,daß Sandhügel immer weiter gegen W. vorrücken. An der Wolgaund Achtuba, die eine Menge Arme bilden, sind flache Niederungen,die guten GraSwuchs haben und einen Theil des Jahrs hindurch den