Band 
Zweiter Theil.
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Kasan und Astrachan.

fund zur Fischerei im Ural berechtigt. Ihre Wohnungen sind in N. nochauis Tannenstämmen, in S- elende Hütten aus Flechtwerk mit Lehm be,morsn- Guricw am Ural und am Kasp. See, 2000 E. — Saratschikaim Aal, großes Kvsakendorf und bedeutender Handelsvrt. — Am Uralza>hlriche Ivaragen, d- h. Fischerdörfer zum Behuf des Fischfangs derKröte, welche Wohnungen, Arbeitshäuser und Magazine für Fischer, Sei-ler, Vctzmacher, Bötticher, Leim- und Thransiedcr und Kaviarbereiter,sogal Eiskeller zum Aufbewahren der frischen Fische enthalten. Jenseitsdes Aal in der Kirgisensteppe, 2M. von dem Kvsakcndorfe Gornaja istder Indersche Salzsee zwischen Gipshügeln, 8 bis 9 M- im Umfange, ausdem« die Kosaken der Uralischen Linie alles Salz zum Einsalzen der Fischehv ler-— In der Mitte zwischen Wolga und Ural sind die beiden Steppen-flieste der Große (in O-) und (Kleine (in W.) Useen, welche von ObstschciS-yrt kommend anfangs süßes, hernach völlig salziges Wasser haben unddie zihllvscn kleinen Samarifchen Salzseen bilden- Längs dem Ufer sindKessalenposten und Viehhöfc- — Zahlreiche Inseln im Kasp. See, die voneiner ungeheuren Menge Reiher, Pelikane, Scerabcn, Löffclganse, Mövenu. a. Wasser- und Sumpfvögeln bewohnt werden.

14) Statth. Orenburg — 5540 Q. M. 1,100,000 E. Ei-nen zroßen Theil der Prov. bedeckt der Ural, daS Übrige ist Steppe,jedoä finden sich sehr fruchtbare Gegenden. Viehzucht ist das Hanpt-geschcft, aber auch Bergbau ist sehr wichtig. Kupfer, Eisen, Goldund Salz werden am meisten gewonnen. Unter den E. giebt es fastalle n den benachbarten Provinzen genannten Stämme, vorzüglichBashkiren, auf beiden Seiten des südlichen Uralgebirges, in schö-ner fnchtbarer Gegend, die hauptsächlich Pferdezucht treiben und nurim Winter in Dörfern wohnen; Mestscheräken und Bucharen,ebenfills Tatarische Halbnomaden; Teptären, Mordwinen, Kal-müklen u. a., alle noch zum Theil Heiden und Muhamedaner.

Srenburg am Ural, der hier die natürliche Gränze Luropa's bildetund tuf dessen anderem Ufer keine Spur Europäischer Cultur mehr sichfindet 2i,voo L. Gerade, regelmäßige Straßen, viele schöne öffentlicheGebärde; die Straßen sind nicht gepflastert, aber sehr reinlich. BefestigterHaupavaffenplatz der Malischen Festungslinie. Sitz eines Kriegsgouver-neurs Militairschule. Arbeitshaus für Verbannte. Wichtiger Handel mitden bmachbarten Kirgisen und den hierher kommenden Karawanen ausder Bucharei und Tatarei. Die Stadt wurde 1734, da wo jetzt Orsk liegt,36 M weiter gegen O- am linken Ufer des Ural gegründet, 1742 aber anihre jitzige Stelle verlegt. Etwa ^ M- von der Stadt in der Steppe deslinken Uralufers ist der große Tauschhof (Karcwanserai), ein großes, vonsteincrien Buden dicht umschlossenes Viereck, in welchem die Waaren um-gesetzt werden. Schöner Park am Ural. Sommerwärme bis 34° R. Inder hflzreiche» Umgegend viele Kupferhütten; Kalkbrüche, viel Sandstein,reich m Kupfererz und versteinertem Holze. — Zehn Meilen südlich vonOrenlurg zwischen dem Ural und Ilck in der grossen Kirgiscnsteppc ein