Band 
Zweiter Theil.
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Rußland.

Iekarcrinoslaw, von Katharina H gegründet, am Dnjepr. 8000 E.Erzbischof. Theologisches Seminar.— Alexandrowsk am Dnjepr, 4000E.Festung, Hauptstapelplatz für den südl. Handel. — Taganr-ok, Freihafen,Haupthandclsplatz am Asowschen Meere, wichtiger Kriegshafen, Schiffs-ivcrftc; immer mehr steigender Handel, 15,000 E. (mit der Umgegend).Alexander 1- stirbt hier i. Dec. 1825. — Asow an der Mündung des Don;diese einst so blühende Seestadt, lange der Zankapfel zwischen Rußland undRr Türkei, ist jetzt ein ganz verfallener elender Ort. — Nachitfchewan,blühende Handels- und Fabrikstadt, 1780 von Armeniern gegründet, amDon, 10,000 E. Armenischer Erzbischof. Lichter-und Seidenfabriken. Inder Nahe 5 Armenische Dörfer mit 3300E-— Mariopol, Hafen am Asow-schcn Meere, 3500 E- In der Nahe 23 Griechische Dörfer mit 22,000 E.— Bachinuc, 4000 E. Salzwcrkc. — Rostow, Festung.

39) S tat th. Tau ri en — 1540Q. M. 360,000V. Der S.Theil bildet die Halbinsel Krimm oder Taurien, vom festen Landedurch zwei Meerbusen, in W. daß Todte Meer, in O. das FauleMeer getrennt, in S. gebirgig mit dem 5000 F. hohen Tscha-tirdag, und reizenden fruchtbaren Thälern, in N. eine menschen-,holz- und wasscrlose Steppe. Eine 15 M. lange, oft nur 1000Schrittbreite Landzunge, trennt das Faule Meer (dessen Wasser im Som-mer wirklich einen unerträglichen Gestank verbreitet) von dem Asow-schen Meere, mit dem es durch die schmale Meerenge von Oschenid-sche oder Tonke zusammenhängt; sie ist reich an Seesalz, welches dasMeer zu ganzen Hügeln aufhäuft, aber ohne Wohuörter, bis auf einigeSchenken und Kosakcnpvsten, ganz eben, mit einigen Salzseen und Weiden.Zwischen dem Dnjepr und dem Asowschen Meere liegt die RogaischeSteppe, in welcher der See und Fluß Molotschna, mit wenigenDuellen, dürrem, aber an den Flüssen und in den Niederungenfruchtbarem Boden, reich an Salz am Ufer des Meeres und in denausgetrockneten Flußbetten. Seit Jahrhunderten lebten hier Tata-ren, Reste des altberühmten Reiches, unter eigenen Khanen und demSchutze der Pforte; Katharina II. nahm 1783 ihre Länder in Besitz.Die E. sind, außer Griechen, Armenier und Russen, nochjetzt Muh amedänisch Nogaische u. a. Tataren, die vonAckerbau und Viehzucht leben. Besondere Bemerkung verdienen diezahlreichen Colonien, die seit etwa 40 Jahren hier angelegt sindund sich fast jährlich vermehren. Außer 76 Nogaiischen Tarta-rendörfern (60,000 E.), welche bis auf 9 sämmtlich zwischen denFlüssenMol ot sch n a undAbi totschna liegen, fanden sich hier 1828im Kreise Melitopol zwischen derMolo tsch n a und Ju dscha n lu39 Colonien Preußischer Mennoniten mit 62L9E., 26 DeutscheColonien, nordwestlich von den vorigen an der Molotschna, mit 5886 E.und 3 W ürtembe r gi sche Colonien an der Berda und AKi-lo dschna, mit 517E.; in derKri mm 25 Colonien, mit 2770Oent-sche» und Griechischen Ansiedlern, auch neben und zwischen denTataren Gebiete der Russischen Duchoborzen und Maloka «er,zweier von der Nuss. Gricch. Kirche getrennten Sekten; ja sogar Grie-