Band 
Zweiter Theil.
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28
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28 Rußland.

sind hier noch 3 Flecken und 42 Dörfer. Im Jahre 1820 wurden 25,vonKlcinrussen hierher versetzt- Die Meerenge ist an einer Stelle nicht ein-mal eine Meile breit.

40) Statth. Cherson — 1620Q.M. 480,000 E. Der Bo-den ist wie in der vorigen Provinz. Die E. sind ebenfalls ein Ge-misch von Russen, Griechen, Armenier u. a. Man zählte 182839 Deutsche Colonien mit 17 855 E., 9 Indische mit 6845 E.und 7 Bulgarische mit 5860 E. Ein Theil dieser Gegend wurdeerst 1792 von der Pforte abgetreten.

Lherson in sehr oder Gegend a. d. Mündung des Dnjcprs, der hiereinen Meerbusen (Limair) bildet, 1778 gegründet, 10,000 (20,ooo) E-Hauptkriegshafen, Schiffswcrfte, Sccmagazin, Festung, Zeughaus, Quaran-taineanstalt. In der Nahe Howard's Grab und Denkmal- — Nikolajervam Vog und Jngul, 1789 gegründet, i4,oooE. Hafen, Admiralität, Stern-warte, Seccadettencorps, Artillerieschule, Museum. — Gvidiopol, amDnjestr, elender Ort.— Grschakow, ehemals wichtige Festung, 1788 nachmörderischem Kampfe von Potemkin erstürmt, jetzt ein elender Ort, 1000 E-— Tivaspol am Dnjcsir, 2000 E.— Odessa am Schwarzen Meere, erstvon Katharina II. gegründet, 42,ooo (nach Anderen 20,000)E-, unter denenZOOOJuden (1792 noch ein Tatarisches Dorf; 1803 — 8000E-). Herrliche,regelmäßige Straßen (Strada Chcrsvna, Ribas, Richelieu), große Platzeund viele ausgezeichnete öffentliche und Privatgebaudc, z. B. der Pallastdes Gouverneurs, das Lycealgebäude, Hospital, der Pallast des GrafenWorvnzow, das Clubgebäudc, Schauspielhaus u. a. machen Odessa zu einerder schönsten Städte Europa's. Citadelle. Blühender Handel, besondersmit Getreide, schöner Hafen. Schule für Orient. Sprachen, Lyceum, Steucr-mannsschule, Theater, Basar, Quarantaincbaus, Museum der Alterthümer.Denkmal des Herzogs v- Richelieu, der von 1803 bis 1814 hier Gouverneurwar und dem Odessa seine Blüthe verdankt. — Ielisabechgrod am Jngul,12,000 E-— Nova Mirgorod, 12,000 E. Erzbischvf.

41) Prov. Bessarabien — 890Q.M. 830,000 (nach einerZahlung von 1829 — 106,000 Familien) E. Sie begreift den 1812von der Pforte abgetretenen Theil der Moldau zwischen Onjestr, Pruthund Donau, höchst fruchtbar, aber noch wenig angebauet, von Mol-dauern, Griechen, Bulgaren, Juden, Armeniern, Zi-geunern, Russen und Deutschen Colo nisten bewohnt. Manzählte unter anderen 1828 19 Deutsche Colonien mit 8681 E-,«darunter 26 Schweizerfamilien bei Akhierman, welche Weinbautreiben) und 66 Bulgarische Colonien mit mehr als 30,000 E.;diese wurde 1830 noch durch 50,000 Bulgaren vermehrt, welche auSder Türkei einwanderten.

Lischenerv, 20,oooE- Erzbischof. Gymnasium. — Thorim, Festungam Dnjcstr, 4000 E- — Bender, Festung am Dnjestr, 4800 E- In derNahe das Dorf warniza, Karls XU. Aufenthalt 1709 bis 1712. —Akhierman am Busen des Dnjcsir, 12,500 E. Hafen, Citadelle. Aus