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Ungarn.
großen Moräste», z»m Theil eine endlose Heid- und Sandsteppe (manschätzt diese auf 200Q.M.), fast uomadenartig bewohnt, meilenweitohne Stein, ohne Strauch (ja oft ohne ein Graßhälmchenl und ohnelebende Wesen. Die den S. Gebirgen Nabe» Distrikte gehören zn denallerfruchtbarsteu (Banat). Überhaupt hat Ungarn biö auf die Heid-nnd Morastflächen und die nördlichen Bergdiflrikte einen sehr ergiebi-gen Boden. — Das Klima ist mit Ausnahme des eigentlichen Gebirgs-landes sehr milde, in den Ebenen jnr Sommerszeit drückend heiß, sodaß im äußersten Süden selbst Baumwolle fortkommt, aber in denSumpfebencn auch ungesund. Erdbeben sind nicht unbekannt undrichteten namentlich 1778 großen Schaden an. Ungarn gehört mit gerin-ger Ausnahme, znm Gebiete der Donau (Dana), welche hier ihreerüc große Bengnng nach S. macht, zuletzt aber ihre östliche Richtungwieder annimmt; in der Stromenge bei Moldava im Banat ist sienur 480 F. breit, während ihre Breite vorher 600 Klafter beträgt.Die Karpaten trennen ihr Gebiet von dem des Dnjestr, der Weichsellind Oder in R.; die Wasserscheide des Gebirgs macht fast immer dieGränzlinie gegen Mähren und Galizien. Zahlreich sind die Gewässer,welche ihr von den Gebirgen zuströmen. Sie bildet zwischen Presburgund Komor» die JnselSchütt, wegen ihrer Fruchtbarkeit der goldeneGarten genannt, neben dieser die Insel Szigetköz, bei Warzendie St. Andreas Insel, n'rdlich von Pesth die kleine Hasen-insel, südlich von Pesth die Insel Tsepel, bei Mohacz die Mar-garethen Insel u. a. Ihre Zuflüsse sind von R. her die March(Morava), W aag (der Felsen, Strudel und Wasserfalle wegen auf-wärts nicht schiffbar) mit der Neitra, die Gran und Eypel.Aus der großen Ostcbene erhält sie nur unbedeutende Zuflüsse; ganzin S. empfängt sie aber den T eures (mesch) mit der B e r z a w a unddie Theiß <Tisza), die bis 3M. vor ihrer Quelle an der Gränzeder Bukowina schiffbar ist und den Sajo, Hernad, Bodrog(Bod rotsk a und üab o rtza), S a m es (szanrcsch), K ö r ü s (korösch),Maros (marosch) nndBega aufnimmt. Aus dem Banater Gebirgefließen neck zur Donau der Karasch, die Nero und C z er n a (tscrna).Von der S. und W. Seite her ströme» der Donau zu: die Raabmit der krebsreichen Leitha, der Sarviz, die Drau mit der M n r,und die Sau mit der Kulpa, Unna und Illova. Nur zweiFlüsse, der Poprad und Dnnajcc (jcz), durchbrechen in N. dieKarpaten und fliegen zur Weichsel Möglich ist eine Kanalverbindungdes Poprad bei Lubotin mit der Torissa und dem Hernath, also derTheiß und Donau mit der Weichsel. Außer den schon erwähnten Berg-seen giebt eS noch zwei bedeutende Seen: den Neusiedler (Ferrö)7 M. lang, salzhaltig (seit 1728) und ungenießbar, bisweilen sogarSalz ansetzend, aber doch-fischreich, merkwürdig durch den sich a» ihnschließenden Sumpf, Hansag, 4 M. lang, mit beweglichem Rasenbedeckt, reich au Wasser und Snmpfgeflügel, aber nur für Wagrn imWinter zugänglich; ein 10,000 Schritt langer Damm und ein Kanalführen durch ihn; an seiner Stelle solle» einst 14 Dörfer gewesen sein.Oer Balaton- oder Plattensee, 10 M. lang, ist stets iu Be-