Band 
Zweiter Theil.
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Einleitung.

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wc!gung, sehr niincralisch, fischreich und ernährt auch Schildkröten; durchdem Sio (vielleicht ein alter Kanal) steht er mit demSarviz und derDwnau in Verbindung. Der Palitschcr See, 3M. im Umfange,defssen Boden mit reinem alkalischen Salze bedeckt ist. Am Sarviz beiSttuhlweissenburg der Velenczer Sumpfsee. In neueren Zeitenhat man große Sumpfstrccken entwässert, dennoch rechnet man noch9L (1792 — 208) Q.M. auf Moräste. Ungarn hat einige bedeutendeKmnäle: den Begakanal, ein neues Bette des Flusses Dega,16i M. lang, den Franzkanal (1793 bis 1802 angelegt), imBcatscher Comitate zwischen Donau und Theiß — 141M., den Sarviz-vd>er Palatin alkanal von Stuhlweissenburg zur Donau, den Ali-bmnarer und Berzawakanal im Banat. — Schwerlich ist einanderes Land in Europa mehr mit Reichthum, Manigfaltigkeit undWichtigkeit der gemeinnützigsten wie der seltensten und edelsten Erzeug-nisse gesegnet, als Ungarn; aber freilich ist das meiste der Natur selbstüberlassen, den E. steht dabei kein großes Verdienst zu, denn geradein den fruchtbarsten Gegenden sterben noch Menschen vor Hunger,weil der Ackerbau eben dort zu jämmerlich getrieben wird; und dochkönnte bei richtiger Cultur allein das Biharer Comitat ganz Ungarnversorgen. Man bauet Getreide in großer Menge, besonders Wei-zen, in Slavonien viel Mais (Kukurutz), im Banat auch Hirse,uns Reis, in N. Buchweizen, Kartoffeln, in einigen Ge-genden, z. B. auf der Insel Schütt, herrliches Gemüse (Sauerkrautist Lieblingsspcise), Melonen wohl 30 bis 40 Pfund schwer, im Banat1 Elle lang; Obst ist in Überfluß, vorzüglich bauet Slavonien undKroatien eine Menge Pflaumen zum Branntwein (Sliwowitza),auch Kastanien (jährlich werden übcr2000Ztr. ausgeführt), Mandeln,Psirschen u. a. Flachs (inN.), Hanf (in S.), Süfih o lz, Krapp,Waid und Safran sind für einige Provinzen wichtig; Waid, Krappund Saflor wachsen im Banat sogar wild; auch Bau'mwolle wirdin S. angepflanzt und Oliven, selbst der Bau des Zuckerrohrs.ist versucht. Hopfen und Taback sind fast überall, lez.'-.rcr istHauptproduct, aber noch wichtiger ist der Weinbau, der einige ganzvorzügliche Weine liefert, z. B. den Tokaier, (in vier Sorten:Essenz, die ohne Pressen gewonnen wird, Ausbruch, Maschlasch, ge-wöhnlicher Wein), Karlowitzer und Ödenburger. Holz ist inden Gebirgen in Überfluß, in manchen Ebenen kein Baum; besondereBeobachtung verdient die Knoppereiche, die eine Art sehr nutzbarerGalläpfel hervorbringt. Sehr wichtig ist die Viehzucht. In denEbenen finden sich Heerdcn von 12 bis 1500 Rindern von der schön-sten Art, (die Kälte vernichtet oft in den Gebirgen ganze Heerdcn;1816 kamen 80,000 Stück Vieh um). Pferde werden in einigenGegenden in großen Gestüten gezogen; sie sind klein, aber schnell unddauerhaft und die Raffe wird immer mehr verbessert; in Slavoniensollen sie noch wild sein. Esel und Ziegen giebt es wenig. DieSchafzucht hebt sich seit einigerZeit sehr; man hat häufig das Wla-chische Schaf mit geraden Hörnern und herabhängender Wolle; sehr großist die Menge der Schweine, die in den Wäldern gemästet werden.