Band 
Zweiter Theil.
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Dalmatien. Türkei.

Jetzt starker Sardcllcnfang, Weinbau, viele Jvhannisbrotbäume (Carubcn).

— Busi, sehr reizend, 100 E.

3) Lrcis Uagusa. — Hauptstadt gl. N. auf einer Halbinsel, 8000E.Krcisamt, Erzbischvf. Gymnasium. Hafen, wichtiger Handel, Leder-, Sei-den- und Rosoglivfabrikcn. In der Nahe ist der vorzüglich gute HafenSc. Lrocc oder Srar>os<r. Ragusa war seit uralter Zeit eine eigeneRepublik, seit 1357 unter Ungarischem, hernach unter Türkischem Schutze,an deren Spike ein Recror stand. Nach dem Prcßburgcr Frieden miedesie von den Franzosen besetzt und hatte mit Dalmatien gleiches Schicksal.

— Die schmale Halbinsel Sabioncello mit dem Hafen Stagno, 2000 ED

— Die Inseln; Lurzola — 8 O.- M. 6200 E. Keine Quellen, Weinbau.Bei der Stadt gl. N., 1600 E., Steinbrüche.—Meleda —3 Q.M., merk-würdig durch ein 1822 bis 1825 wahrgenommenes vulkanisches Getose,dessen nähere Umstände unerforscht geblieben sind. Sehr giftige Vipern,(Schiffbruch des Apostels Paulus), Schildkröten, Mastix- und Terpentin-bäume. — Lagosta-^O-M. 1200E. Sardcllcnfang. Tropfsteinhöhle.

4) 'Lreio Larraro — Hauptstadt gl. N. an einem tiefen Meerbusenmit einem der besten Häfen des Adriat. Meeres, von hohen Bergen umge-ben, 2200 E. Krcisamt. — Lastet »uovo, Festung am Eingänge des Meer-busens. Cattaro war in früheren Zeiten eine freie Stadt, wurde aber1410 den Vcnctiancrn unterwürfig, fiel 1797 an Österreich, 1805 an Ruß-land, 1887 an Frankreich, kehrte aber 1814 unter Österreichische Herrschaftzurück. — Noch ist zu bemerken der Distrikt poglizza —18Q M. 15,000 E-,zwar österreichische Besitzung, aber mit einer eigenen freieren Verfassung.

Türkei.

Die Größe wird sehr verschieden zu 8400 bis 11,000 Q.M. an-gegeben. Gränzen sind im R. Kroatien, Slavonien, Ungarn, Sieben-bürgen, Bukowina (die Länge der Österreichischen Gränze beträgt 170M.)und Rußland, in W. Kroatien, Dalmatien, das Adriatische und Io-nische Meer, in S. Griechenland, in O. der Archipelagus, das Mar-mara und Schwarze Meer. Nördlichster Punkt 48° 19', südlichster ohneKandia 38°25^N. Längster Tag in S. 14!, in N. 16 Stunden.Das ganze Land bildet eine von vielen Gebirgen durchschnittene Halb-insel, deren Ufer im südl. Theile viele Meerbusen und Halbinseln ha-ben. Am Schwarzen Meere ist die Küste anfangs flach, sumpfig undgleichförmig, vorn 44° an wird sie felsig und steiler mit den Landspi-tzen Gülgrad, Emineh, Baglar, Jnada n-a.; unter den Bu-sen ist nur der von Burgas von Bedeutung. Das Ufer des Bos-porus (die Straße von Konstantinopel) ist steil, das des Marrnara Mee-res meistentheilS eben, ohne bedeutenden Busen, felsig an den Dar-danellen. Reben der Halbinsel Gallipoli ist der Meerb. vonSaros; dann folgt eine wenig felsige und ziemlich gleichförmige Küste