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ändern allen anderen vorgezogen. Sie behandeln daher alle übrigenVölker mit Verachtung. Die Griechen, allcthalben verbreitet, lebenalö Kaufleute, Handwerker und Landbauer unter hartem Drucke. Siefind ausgezeichnete Seefahrer und daher bis auf den neuesten KriR;selbst auf Türkischen Kriegsschiffen Matrosen. Einige Stämme dersel-ben, dieSulioten, Kimarioten, die Sfagioten (auf Kandia)sind höchst räuberisch und leben in ihren Gebirgen fast unabhängig,wie sich denn fast überall in den südlichen Gebirgen Häuptlinge fin-den, die kampflustige Schaaren um sich sammeln und auf Kosten derNachbarschaft leben. Schon bei der Eroberung derTürken im XV. Jahrh,zogen sich einzelne kühne Anführer (Kapitanis, Polemarchen,Kephaladen) mit ihren bewaffneten Schaaren (Palikaren d. h.Tapfere) in die Gebirge zurück, wurden zum Theil in gewissen Di-strikten von der Pforte als Häuptlinge anerkannt und bildeten so dieArmatolien, oder sie standen ohne Unterwerfung als selbstständigeGemeinden den Türken, die sie stets anzugreifen bereit waren, alsFeinde gegenüber und hießen dann Klcphten (d. h. Räuber). So-.wohl die Armatolien als die Klcphten bildeten oft eine der Pforte ge-fährliche Macht und vergeblich suchte letztere sie unschädlich zu machen.Sie ernannte einen Derwendschi Wascht (Aufseher der Bergpäffe,seit 1787 war es der Ali Pascha in Janina); allein dies Mittel reicbtenicht hin und manche bedrängte Armatolen wurden sogar unabhängigeKlcphten. Schon bei dem ersten Aufstande der Griechen (1770) spiel-ten die Palikaren unter dem Andruzos (deS berühmten OdpffeuSVater) eine Hauptrolle, und auch späterhin versuchte Rußland durch,sie die Pforte zu beschäftigen. Am berühmteste» sind ihre Anstrengun-gen im letzten Freiheitskampfe geworden ; W arn a k i o tis, Sturnaris,Karaiskakis, Odysseus und Botsaris waren die berühmtestenHelden unter ihnen, die für die Freiheit kämpften und sielen. — Zu.den Slavischen Völkerschaften, welche seit den Zeiten der Völker-wanderung von N. her eindrangen und sich daher besonders in N. nie-derließen, gehören die Morlachen, BoSniaken, Serbier, Bul-garen, Montenegriner und Kroaten. Überreste alter Urbewoh-ner deS Landes, mit Römischen Kolonisten vermischt, scheinen dieWlachen, daher deren Sprache starke Spuren der Lateinischen trägt,und die Moldauer. Die Ar n anten oder Albanesen bilden eineigenes Volk. Sehr zahlreich sind auch die Asiatischen, meistentheilsvon Handel lebenden Armenier, Juden, letztere in noch schmähli-cberem Joche als die Christen, und in den N. Provinzen Zigeuner.Andere Europäer, hier alle Franken genannt, finden sich nur in denHandelsstädten. Die Religion des Landes theilt sich außer der Jüdischen, inMuhamedaniömus und Christenthum. Muhamedaner, undzwcr Suniti scher Sekte, sind die. Türken, Arnauten, Bosniaken,zun Theil die Bulgaren. Ihre Tempel heißen Moskee, Dscha-mie*) und Medsched (Kapelle, Bethaus), ihre Geistlichen (Ule-
*) Dsch.rmien heißen die von Sultanen crbaucten größeren Moskeen, indenen für dieselben gebetet wird.