Band 
Zweiter Theil.
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Türkei.

(101), Hospitäler (183), Irrenhäuser (S), Schulen, Bibliotheken nebensich haben, die von reichen Stiftungen erhalten werden. Man zählt 23 Eric-chischc, i Russische, 9 Römisch kathvl. und 3 Armenische Kirchen, außer-dem einige Tausend Muhamedanische Bcthäuscr. Das alte Scrai, dieWohnung der Hinterbliebenen Frauen verstorbener Sultane, ist ein großesunansehnliches Gebäude; eben so die Sieben Thürme, ehemals alsStaats-gefängniß gebraucht, jetzt ganz verfallen und nur noch aus 3 Thürmenbestehend. Groß ist die Menge öffentlicher Bäder (130) und Thaus (40)d. h. großer mit einer Reihe von Zimmern umgebener Höfe, die denFremden, besonders Karawanen zum freien Aufenthalte dienen. Der Da-sLr, mitten in der Stadt, ein Labyrinth von Gängen und Säulenhallen,in denen der Waarcnreichthum des Orients, jede Art in einem besondernQuartiere zum Kauf dargelegt ist, mit trefflicher Polizeiaufsicht. Zahl-reiche Kaffeehäuser, Teriakhanös, d. h- Opiumbudcn, und Bäder sind diestark besuchten Vcrgnügungsörtcr der Türken. Es giebt nur einen öffent-lichen Platz, den Armcidan, Hippodromns, ein alter Circus, von Säu-len umschlossen, 250Schritt lang und noch mit einem 60F. hohen Obeliskund der alten Schlangensäule geschmückt. Bemerkenswert!) sind die 7 Was-serleitungen, von denen zwei aus Griechischer Zeit stammen, und die bei-den ungeheuren Zisternen, ebenfalls noch von den Griechischen Kaisern an-gelegt, deren eine jetzt unbenutzte 3 Stockwerke mit 672 Säulen hat, dievon armen Webern benutzt werden, die andere 336Marmorsäulen enthält.Der Z M. lange Haftn gewährt durch seine Umgebungen, das Arsenal,Pallästc, Moskcen und Lustgärten, wie durch die zahllosen Schiffe und dasMenschengewühl seiner Kais und die Verschiedenheit der dort sich drängen-den Nationen einen einzigen Anblick. Unter den 15 Vorstädten der Stadtbemerken wir: Para (d. h. jenseits), welches wie die folgenden im N.des Hafens von der Stadt selbst ganz getrennt liegt, Wohnsitz der fremdenGesandten, die hier große Palläste haben, und vieler Europäischen Kauf-leute, daher auch vvm Pöbel das Schweiiieguarciev genannt (man schätztedie Einwohnerzahl vor dem großen Brande, der 1831 fast ganz Pcra ver-nichtete, auf 2oo,»»o); Galara, einst von Genucscn angelegt, wird vonvielen Fränkischen, besonders Italienischen Kaufleuten bewohnt; beide lie-gen auf der Landspitze dem Scrai gegenüber. Oberhalb derselben ist Top-pana, wo eine große Stückgicßcrci, das Zeughaus und die Wohnung desTopadschi Baschi; HaffanPascha mit dem Arsenale; Lansr oder LanLlan der Spitze des Hafens, nur durch die Stadtmauer von Konstantinopclgetrennt, Wohnsitz der Griechen, die daher Fanariorcn heißen; Lyub,in dessen Mvskee der erwählte Sultan mit dem Schwerdtc umgürtet wird.— Konstantinopcl hat keine ausgezeichnete Fabriken, aber sehr blühend istder Handel, besonders zur See, mcistcnthcils von Griechen, Armeniernund Franken getrieben. So öde die Umgegend der Stadt auf der Land-seite ist, so belebt und angebauet ist das Ufer des Bosporus, welches fastein zusammenhangendes Dorf bildet. Hier bemerken wir von S. nach N.

fvl-