Band 
Zweiter Theil.
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Türkei.

II. Bulgarien.

Ein waldreiches Land zwischen Serbien, der Donau, dem Balkanund dem Schwarzen Meere; theils gebirgig, besonders in S., theilsfruchtbare Ebene, welche Getreide, Flachs, Hanf, Taback, Holz inMenge hat. Starke Pferde-, Schweine- und Bienenzucht, Seidenbau;Eisengrnben. Die Bulgaren, ein Wölk wahrscheinlich TatarischerAbkunft, aber mit Slavischer Sprache, dessen älteste bekannte Wohn-sitze zwischen Wolga (Bulga) und Kuban waren, machten sich seitdem V. Jahrhunderte dem Griechischen Reiche furchtbar, wurden imVlk. Jahrh. Christen und rückten nach und nach in die jetzige Bul-garei ein, waren seit 1013 den Griechen unterworfen, errangen ihreUnabhängigkeit wieder 1196, geriethen aber nach blutigen Kämpfenmit den Ungarn unter Türkische Herrschaft 1392. Sie sind mei-stentheils Christen, treiben besonders Viehzucht und bewohnen fast nurDörfer.

Die größte Stadt ist f Sophia oder Triaiützaam Jskcr und am Fußedes Balkan, über den von hier aus eine Straße nach Rumilicn führt,50,OOOE.*) Sitz des BeglerbegS von Rumilien. — f Ividdin, wichtigeFestung a. d. Donau, 25,oooE. Einst Sitz des Empörers Paswan Ogluf 1807. — Rachowa a. d. Donau, 2000 E. — f Nikopoli a. d. Donauund Osma, 20,000 E. Festung. Sitz eines Griech. Erzbischofs und kathcl-Bischofs. Sieg der Türken über die Ungarn 1396. — Sistov a. d. Do-nau, 20,000E. Friede mit Österreich 1791. — Rustschuk an der Donauund Lom, der StadtDschurdschcwv gegenüber, 30,oooE., darunter ^Grie-chen, Juden und Armenier. Wichtige Festung. Mancherlei Fabriken undstarker Handelsverkehr, theils auf der Donau, die hier 4 M. breit ist,theils zwischen Bukarcfcht und Schumla. Hauptübergang über die Donau.Sitz eines Griech.Erzbischofs. — -fSilistria a. d. Donau, 20,oooE. Be-festigt. Griech. Erzbischvf. — Hirsowa a. d. Donau, 4000E.— Iladschia. d. Donau. Übergang nach der Moldau. — In der Dobrudschn, demnördlichen Winkel des Landes, zum Theil von Tataren bewohnt, liegendie kleinen Seestädte Larnherman und Mangalia; im Innern nördlichBrrbarag am See Ramfin, lo,oooE., zum Theil Tataren, südlich Ba-sardschik. — Am Fuße des Balkan liegt Warna, am Schwarzen Meere,20,000 L. Wichtiger Hafen, Citadelle und andere Festungswerke. Lebhaf-ter Handel, da von hier aus die Prvduetc der nordöstlichen Provinzen nachKonstantinopel gehn. Sieg der Türken über Ungarn und Griechen 1444.Eroberung der Russen 1828. — Schumla, sehr fester Ort am Fuße desBalkan, über den hier zwei Hauptstraßen nach Rumilicn führen, 20,000(nach Anderen 60,000)E. Die Umgegend ist in S. und W. Gcbirg, inN. und O. Ebene, die aber von Thalern durchschnitten ist. Im oberenStadttheile wohnen Türken, im unteren Griechen, Armenier und Juden.

Nach Anderen soll Sophia nicht so groß sein als Schumla.