Serbien.
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Bcrülnntc Vlcchfchlager und Kupferschmiede. Belagerungen der Russen1774 (Romanzow), 1810 (Kanicnski), 1828. — Tcruovo, Tirnava, imInnern, alte Hauptstadt von Bulgarien.
III. Serbien.
Serbien wird in S. von der Hanptkette teS Türkischen Gebirges(Zamora, Argentaro, Perserin, Scbartag, Egris»), in N.von der Donau und Save, vom Timok gegen Bulgarien, vomDrin gegen BoSnien begränzt. Die Gränzen der Provinz sind jedochjetzt enger, obgleich nach dem Frieden zu Adrianopel die davon getrenn-ten Distrikte wieder zurückgegeben werden sollten. Der Flächeninhaltist jetzt etwa — 460 Q. M. Serbien ist Hochland, dessen Boden vondem südlichen Hochgebirge an, wahrscheinlich durch mehre von W. nachO. laufende Bergreihen zum Donauthale abfällt. Ein Hauptgebirgeist im Innern das Nudnicker Gebirge in W. der Morawa, mitdcm S tura z, welches durch seine waldreichen Gipfel und Schluchten stetsdas letzte Bollwerk des Landes gegen die Türken war. Nach der Dona« zuverlieren sich die Gebirge fast ganz, nur in O. treten sie unmittelbaran sie hinan und, wie der Rhein, so hat anch die Dvnan hier offen-bar den niedrigen Fclsenzug, der die Sicbcnbürgisch Banatischen Ge-birge mit den Serbischen verbindet, durchbrochen. Davon zeugt dieStromenge unterhalb Golubaz, die Fclsenbank (Tachtali), zweiM. unterhalb Dobra, und eine halbe Stunde weiter der nur 200 Schrittbreite Engpaß Demirkapi (das eiserne Thor), durch den der Stromtobend hindurch brauset, um sich jenseits desselben wie ein See auszu-breiten, der die Insel und das Städtcbc» Poretsch umschließt, so wieoberhalb der Stromengen die Insel Moldawa. Weiter hinab zwi-schen Orschowa und Kladowa ist noch eine Enge. Die Nebenflüsseder Donau sind die Save mit der Kolubara, die Morava, wel-che aus der Serbischen Morawa, die den Jbar und die Mitro-witza aufnimmt, und der Bulgarischen Morawa, in welche dieNizzawa fließt, besteht, die Mlava, der Pek und Timok. DieGebirge sind mit großen Waldungen bedeckt, in den Thälern undEbenen aber ist der Boden zum Acker- und Weinbau äußerst passend,aber noch zu wenig angebauet. Hauptproducte sind Getreide, Hans,Holz, Flachs und Wein, gute Pferde, auch Kupfer, Silbernid andere Metalle, aber Bergbau wird jetzt nicht getrieben; amwichtigsten bleibt immer die Bieb -. besonders Schweinezucht.Die Zahl der E. belauft sich vielleicht nicht einmal auf ^ Mill. Diemästen sind eigentliche Serbier (Serbler, auch Raizen undRazen vom Flusse Rasza genannt), aber zahlreich sind anch Wla-ch'.n, besonders in O., und Bulgaren. Ehemals lebten in den6 Heilungen des Landes anch 9000 Türken. Die Serbier sind SlavischenStammes, Griechischer Religion. Ihr Land, in welches sie in sehrfriher Zeit einwanderten, bildete im Mittclalter ei» besonderes König-reich, welches durch die blutigen Schlachten auf dem Amselfelde 1389nid 1449 unter Türkische Herrschaft gerieth. Der Despotismus brachtedai Land 4801 unter Czcrny (tscherni) Georg zum Ausstände, der
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