Inseln. Moldau u. Wlachei.
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wammi), Sassoso, Malcka und Spada in N., Schino in SW. DerBodden ist nicht allethalbcn fruchtbar, dennoch aber liefertKandia allePro-durte der übrigen Inseln des Mittelmecres und würde überstuß haben,w«nm nicht Türkischer Despotismus (daher auch hier Empörung der Grie-chen und dadurch hcrbcigefübrtc Gräuclszencn) alle Thätigkeit unterdrückte.Vl mnd Hol; sind die wichtigsten Gegenstände der Ausfuhr; vorzüglicherHornig. Wirkliche Kreide, wie man gewöhnlich glaubt, findet sich garnicht, auch keine hohe weife Felsen- Das Klima ist natürlich sehr warm;besonders wird die Hitze beim Südwinde fast unerträglich; kälter sind dieBerggegcndcn, aber kein Gipfel erreicht die Schneelinie. Die Insel ward823 von den Arabern erobert, fiel aber 962 den Griechischen Kaisernwieder in die Hände, die sie 1201 den Vcnerianern verkauften. Nachwiederholten Angriffen und nach einer merkwürdigen Belagerung derHauptstadt Kandia, von 1656 bis 1669, wobei fast 150,000 Menschen ge-opfert wurden, kam sie in Türkische Gewalt und bildet ein besonderesEjalct mit drei Saiidschakschaftcn (die übrigen Inseln stehen unter demKapudan Pascha). Auch hier haben sich einzelne Griechische Stämme,z. B. die Sfagioren in SW., unabhängig erhalten und waren bislang miteinem Theile der übrigen Griechen in offener Empörung gegen dieTürkcn.Die wichtigsten Örter sind die Seestädte der Nvrdküstc, deren Häfen abergröftcntheils versandet sind. — ff Kandia, 15,000 E- Diele Spuren derVcnctianischen Zeit; verfallene Festungswerke, versandeter Hafen. Sitz desPaschas und eines Gricch. Erzbischofs. — ffRettimo, loooL. Kleiner Ha-fen. — ffKanea, 10,000 C. Schöner Hafen. Der Handel ist sehr lebhaftund es sind deshalb hier mehre Europäische Consuln. — Karabusa undSuda, zwei Inseln mit Forts und guten Häfen; auch das feste SchloßEpina longa hat einen guten Hafen. — An der Südküste liGt der OrtSfagia, dessen E. auch Sceraub treiben, und Sirapcrro, Casiell, Rui-nen. — Noch bemerken wir in der Nähe von Hagios Deka, dem altenSorc'ena, wo ein Griech. Erzbischvf ist, der sich Primas von EuropaNennt, weil Paulus selbst den Titus zum ersten Bischof in dieser Stadteingesetzt hat, das aus dem Alterthum berühmte Labyrinrh, dessen ver-wirrte Fclsengänge, keine bloßen Steinbrüche oder Erzgruben, man nocheinige tausend Fuß weit verfolgen kann.
l>) In der Nähe von Kandia liegen verschiedene kleine Inseln, Stan-dia, Gaidronist, Sozzi u. a., etwas entfernter gegen NO- Skarpanto,Laxo u. a.
Die Fürstenthümcr Moldau und Wlachei.
Wenig abhängig voin Sultan und unter eigenen Fürsten stehe» die amR Ufer der Donan belegenen Fnrstciithümer Moldau und Wlachei.Die Wlachei — 1100 Q M. 800.000 E. , in Norden vcn Sieben-h argen begränzt, wird von dein große» Bogen der Donau von denStrom schnellen derselben bei Orschoiva bis zur Mündung dcö Seredtnnschloffen und durch den Sered und Milkow von der Moldau