Griechenland.
Große —7 bis 800 O.. M. Gränzen in N. die Türkischen Pro-vinzen Albanien und Thessalien, von der Mündung deö ASpropvtamobis zum Meerbusen von JSdin, an den übrigen Seiten daS Mittel-meer und der Archipelagus. Lage zwischen 36 und 39^ N. Das ganzeLand besteht aus vier von Natur getrennte» Theilen. 1) Rvrdgric-rhcnland, Livadien, ist Fortsetzung der genannten TürkischenProvinzen. Das Gebirge, welches in südlicher Richtung die Gränzezwischen beiden machte, nimmt hier eine östlichere Wendung mist endetim Vorgebirge Colvnna in unbedeutender Höhe. Die höchsten Gipfelsind die anö dem Alterthume bekannten Berge der Parnaß—5 bis6000 F., der Ota an der Nordgränze — 3000 F., der Helikon inS.» znm Theil waldlos und dürre, ohne allen Reiz In RO. dieserProvinz ist der Meerbusen von Jsdi» oder Zcitun und von T a-landa (letztere eigentlich Meerenge); in S. derBnscn von Lepanto,durch die kleinen Dardanellen vom Busen von PatraS ge-schieden. Außer dem Gränzflussc Aspropo ta m o, der aber nichtschiffbar ist, und dem 2 M. langen See und Sumpf T o p o l j a istkein Gewässer nennenswcrth; die meisten Flusse sind bloße Bcrgbächc,reißend im Winter, säst ausgetrocknet im Sommer. Der Boden istin vielen Gegenden steinig und dürre und dem Getreidebau nicht zu-sagend; das Hauptproduct aber ist Ol, auch Krapp wird gebauct;der Honig ist noch immer berühmt und der Seidenbau nicht un-bedeutend. Metalle werden gar nicht gewonnen —> 2) Morea, eineHalbinsel, welche durch die etwa 2M. breite Landenge von Korinthmit Livadien verbunden ist. Sie ist eine besonders in O. und S.gebirgige Provinz, deren Küsten mehre Meerbusen und Halbinseln bil-den. In N. ist der Busen von Lepanto, in O. die Busen vonÄgina und Napoli di Romania, in S. die Busen von Kolo-kythia und Koro», in W. der Busen von Arkadia. Der Mittel-punkt der Gebirge scheint (denn Genaues wisse» wir über daS Inneredieser Provinz noch wenig) der Zyria (der Kyllene der Alte») —7200 F. Won ihm aus geht gegen SO. eine Kette mit dem 6000 F.hohen Malevo (ein anderer Malevo ist 5500 F. hoch- und endigtim Cap S. Angclo; eine zweite Kette mit dem TaygetnS— 7400 F. läuft westlicher zum südlichste» Punkte der Insel C. Ma-t apan; nördlich vcn Tripolitza ist der 6100 F. hohe Zagnra An-sehnliche Ebenen finden sich in W. Außer den genannten Vorgebirgenbemerken wir in W. das Cap Papas, Torncse, Konello, inS. Cap Gallo, in O. Cap von Malvasia. Die Abdachung ist
meist westlich; außer dem Rufia oder Rhfo in W. und dem Uriin S-, beide «»schiffbar, ist kein ncnueuSwerthcr Fluß da; viele der-selben trocknen im Sommer ganz aus. Der Boden ist, wie in Liva-dicn; fruchtbare Thäler und Ebenen wechseln mit dürren Gegenden;jedoch sind die Gebirge besser bewaldet als dort. Anbau fehlt abernoch sehr. Das Klima ist natürlich in den Thälern und Ebenen sehrwarm, der Winter eine bloße Regenzeit; rauhere Luft haben die Ge-