Band 
Zweiter Theil.
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Chinesisches Reich. China.

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«litt einer Russischen Kirche.*) In der äußeren Stadt sind die beiden merk-würdigen Tempel des Himmels, fast 1^ Stunde i»i Umfange und desErfinders des Ackerbaues, fast 1 Stunde groß, beide prächtige Gebäudeniiit herrlichen Marmvrvcrzierungcn und von hohen Mauern umschlossen.Im letzten ist das Feld, welches der König selbst eigenhändig pflügt.Außerdem sind noch zu bemerken: die astronomische Akademie, vorzüglichfür die Verfertigung des Kalenders, dessen Verfasser Missionairs (jetztnoch drei) sind; die Sternwarte, das Findclhaus, die Blattcrnimpfungs-anfialt, verschiedene Theater, viele Schulen, zwei kathol. Klöster und eineMuhamcd. Moskcc. Die Garnison besteht aus 80,000 Mann, Mandschu-ren , Mongolen und Chinesen. Etwa 6 M. von der Stadt ist das Lust-schloß Iueiigming, berühmt durch seinen großen, herrlichen Park, auf des-sen Unterhaltung jährlich über 1 Mill. verwendet wird.— Bcxrbiusu*")ist die eigentliche Hauptst. der Provinz und Sitz des Vicekönigs.

2) Schantung.— Hauptst. Tsinanf».— ^intsi», große Handelsstadt.

— Teutschen, Hafen.

3) Liangnang, jetzt die beiden Provinzen Riangsu in O., Anhoeiin W. — Hauptst. Liangningfu oder Nanking am Iantsckiang, 3xM.im Umfange, ehemalige Residenz. Der 200F. hohe mit lackirten Ziegelngedeckte, sogenannte Porzcllanthurm. — Surscheu, Aangrschcu und Hoeit-schcu, drei der größten Städte.

4) Tschekiang.— Hauptst. Langrsofu. Große Scidenfabrik. — tting-pu, Hafen.

5) Fukicn.— Hauptst. Fucschofu. Drücke von mehr als ioo Bogen.

— Sinencscheu. Brücke von 300 Pfeilern über einem Mccrc-arm.

6) Lwangcuiig.— Hauptst. Rwangtschufu oder Lanrong am Pc-kiang, 8M- vom Meere. Vielleicht ^ Mill.E.; 40,ooo Menschen wohnenallein auf Flößen und Kähnen."*) Sitz der Eurvpäii'chcnFactoreien unddaher wichtiger Handelsverkehr. Drei M. vor der Stadt die Insel ivam.pu, Ausladungsplatz der Europäer, welche die Stadt selbst nicht betretenund ihre Geschäfte allein mit einer Chincs. Handelscompagnic, Lohonggenannt, treiben dürfen. — LNacao (massao), eine kleine Insel, dieseit 1563 den Portugiesen unter Chinesischer Hoheit gehört. Die Stadthat 20 —30,000 E., von denen die Hälfte aus Negern besteht. Sitz einesPortug. Statthalters. Die Lamoensgrerre. — Südlicher liegen die See-räuber (Sadroncs) Inseln, von Seeräubern bewohnt.

*) Die Mission besteht aus 8 Geistlichen und steht in Ansetzn. Im Jahre1680 führten die Chinesen 100 E. eines Russischen Gränzdorfes als Ge-fangene »ach Peking; um deren Nachkommen im Christenthum zu erhaltenwurde diese Mission gegründet, deren Geistliche alle zehn Jahre abgelösetwerden-

") Die Endsilben fu, tschcu (e—n) und hiang bezeichnen Hauptstädteder Provinzen, ihrer Distrikte und deren Untcrabtheilungen-*") Nach Anderen sollen 60,000 Kähne von Menschen bewohnt sein.