134
Asien.
welchem junge Tungusen, Burjaten u. a. zu Lehrern ihrer Nationen ge-bildet werden, Bibliothek, Naturalicnkabinet, Schifffahrts- und Militair-schule; Schauspielhaus. Deutsche Gemeinde mit eigener Kirche. GroßeTuchfabrik. — Djächr» an der S. Gränze, nur durch einen Bach von derChines. Stadt Maimatschin getrennt, 4000E. Starker Handel mit China,der auf diesen Ort beschrankt ist, bei dem aber doch jährlich 30Mill. Rubelumgesetzt werden. Thee (auch der in Sibirien stark gebrauchte Ziegclthec,d. h. ein Gemisch von verschiedenen Kräutern, aber nicht eigentlicher Thee,in Form von Ziegelsteinen zusammengepreßt), und Pelzwerk werden beson-ders ein- und ausgeführt. — Bei Monachonowa eine von LamaischcnBuräten bewohnte Steppe, unter denen ein Oberpriestcr Chamba Lamaseinen Sitz hat, dessen Seele nach seinem Tode (wie beim TibetischenDalai Lama) in seinen Nachfolger übergeht.— Selenginsk a. d. Selcnga.Englische Mission zur Bekehrung der Buräten.— Nerrschinsk a. d.Schilka,3600E. Eine neucStadt gl. N-, ist ^M- davon in gcsunderLage erbauet,die schon 1000 E- hat. Wichtige Vergstadt, in deren Umgegend Gold- undSilbcrgruben- Die Hälfte der C. besteht aus Verbrechern, die entwederin den Bergwerken arbeiten oder zurJagd der Pelzthicre gebraucht werden.Starker Tabacksbau. Im Kreise Nertschinsk lebten 1829 — 12,500 an-sässige und 8000 nomadische Tungusen. — werchnei Udinsk a. d. Selcnga,und Bargustnsk, beide nicht weit von der O- Seite des Baikal Sees.Jene hat 3000 E-, die lebhaften Handel treiben, letztere ist durch warmeQuellen bekannt.— Petropawlorvskaja, kleineGränzfestung und Handels-platz a. d. Selcnga. — Argunsk, Gränzfestung am Argun.
c) prov. Iakursk, nördlich und östlich von der vorigen, an derLena, Kolima und Jndigirka, vom Jablonoi und Stanowvi Gebirge ander Gränze des Hochlandes bis zum Eismeere, 150,000E. Hauptst. Ja-kursk a. d. Lena, 1200L. Pclzhandel. — Unter- und Dberkolimsk a. d.Kvlyma.— Schigansk a. d. Lena. — Glenek unter 72° 30^Br., letzterebeide unbedeutende Örter. — Jschiga am östlichen Meere, 63^°N ,900E.,deren Zahl sich aber in den letzten Jahren durch Hunger und Seuchensehr vermindert hat.
ä) prov. Cchotbk, Küstenland am Ochvtskischen Meerbusen, 6700 E.Hauptst. Ochorsk an der Mündung der Ochvta, 2000 E. Elender Hafen.Verkehr mit Kamtschatka und den östlichen Inseln; Schiffbau; Aufenthalts-ort der schwersten Verbrecher, die in Ketten geschmiedet, zum Theil gc-brandmarkt und mit aufgeschlitzten Nasen in den Straßen arbeiten- —Ischiginsk an der N- Küste des Ochvtsk. Meeres, elender Ort, so wieAklansk etwas nördlicher, und penschinsk am Meerbusen gl. N-, woPclzhandel mit den benachbarten Stämmen getrieben wird. — Auf dernördlichsten Halbinsel wohnen die Tschukrsche», ausgezeichnet unter denSibirischen Stämmen durchKörperkraft und Muth, daher sie auch durchausunabhängig leben und an Rußland keinen Tribut zahlen. Ihre Zahl hat