Band 
Zweiter Theil.
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Türkisches Reich. Natolien.

Ardschisch, der über 12,000 F. hoch ist, von zahlreichen Gebirgen durchzo-gen, welche besonders in S. steil und waldreich sind und die Verbindungzwischen dem Binnen- und Küstenlande nur durch schwierige Bcrgpäffcmöglich machen. In einem der Thäler liegen die Seen von Begschehri,Sidischeher und lLorali, in N. der Salzsee Dusgköl. Fruchtbarkeit istda, wo Wasser nicht fehlt, es giebt aber dürre steppenartige Gegenden,meilenweit ohne Baum. In N. ist der unabhängige Turkmanenstaardes Tschapan Dgl». sLonjeh (Ikonium), 30,000 E. Sitz einesGriechischen Erzbischofs. Großes Türk. Kloster. IweiM. davon die wich-tigen Meerschaumgrubcn bei Diltschik, d. h. Erdort. Laraman, Laren-da, am Fuße des 10 bis 12,000F. hohen Laradscharag.— s-Begschehri,in SW. — s-Räsarieh (Laesarca) am Fuße des Ardschisch, 2500 E.Wichtiger Baumwollbau und Handel mit Baumwolle. — 1- Akscheher,

50 —60,ooo E. Bajazct vom Timur gefangen genommen nach der Schlachtbei Angora 1402.— -sAkserai, fNikdeh, sLirschehri und Guruk, an-sehnliche Städte. — Maden in O-, hat wichtige Kupfcrgrubcn, Letsch-hissar, Salpeter- und Pulverbcrcitung. — An der Küste bei Adaliaherrliches Röm. Theater von Marmor, mit 49 Sitzreihen, in welchen13,000 Menschen Raum haben, große antike Hafendämme, von Quader-steinen, einer derselben 80oF. lang. Der flammende Vulkan von Takh-ralu — 7800 F.

3) Itschil (das alte Lilicien und Pamphylien) — 800 Q-M. an derS. Küste, von einer über 5000F. hohen Bergkette durchzogen, stark be-waldet, sehr fruchtbar, der Aufgang von der Meeresküste, die mcistentheilSfelsig und steil ist, zum innern Hochlande, wohin beschwerliche Bergpaffeführen. In den Vorgebirgen Anemur und Lurku, da wo das Land vonsteilen zerrissenen Bergketten durchstrichen wird, reichen die Gebirge an dasMeer. Der größte Theil der Provinz ist eine Einöde, die von nomadi-schenTürkmanen durchzogen und beherrscht wird. — s-Tarsus unweit desKarasu (Cydnus), 30,000E. Der Hafen ist l^M. von der Stadt. Wich-tiger Handel nach Ägypten mit Gallapfeln, Kupfer, Baumwolle, Sesamund Getreide. Die Turkmanen, welche hier wohnen, ziehen im Sommeran die Gebirge.— Moud, Mnd, ansehnliche Stadt im Innern. Dasschone Thal des Erminak, — s Anemur, festes Schloß am Vorgebirgegl. N. — Der Hafen von Dalendri oder Tschelindreh. — sAlaje in W.,2000 E.— Selefkich. Prachtvolle Ruinen von Seleucia und Soli, ein50F. breiter Hafendamm, ein Weg von 200 Säulen, von denen 160 um-gestürzt sind u. a. m. Erdpcchqucllen bei Bikhardy.— s-Sis, Sitz einesSandschakbegs, im Innern.— -j-Adana am Schau, 30,000E. Bemcr-kenswerth sind die schon im Alterthume wichtigen Gebirgspässe: inN. dervon Ramadanogli (der Taurische) und von Rirschhissar (der Cilicischc),in O. der von Bella» (der Amanische) und von Sakalruta» (der Sy-rische). Zahlreich und zum Theil prachtvoll sind die Ruinen des Alter,thums, die sich neben den meist elenden Wohnörtcrn der Provinz finden,