Band 
Zweiter Theil.
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Vorderindien. Englisches Gebiet.

Steinen geziert ist; schöner noch ist das Mausoleum Schahjchans. Einähnliches der berühmten Dichterin GuiiaBeguu inNurabad vomAurengZcb erbauet-— Murren oder Marhura am Dschumna, berühmter Wall-fahrtsort; desgleichen Bindradiind nicht weit davon, in dessen nahen Waldezahllose Affenschaaren als heilige Thiere ernährt werden.— Furcipur, aneinem Nebenflüsse des Dschumna, einst Lieblingsaufenthalt Akbar'S, derhier einen prächtigen Pallast und große Moskce crbauete, die zu den schön-sten Indiens gehören.— Am Ganges die Ruinen von Danndsch, einerStadt an Umfang ehemals London gleich, von den Muhaincdancrn 1018zerstört.— Furukabäd am Ganges, 70,OOOE- — Durra ani Ganges, vollTrümmer früherer Größe, berühmt durch das Grabmal eines Heiligen.—Fuccepur ansehnliche Stadt am Ganges- — Danpur am Ganges, fastIHM- lang, aber schlecht bevölkert.

6) Delhi ^ 1300 Q-M. 6^Mill. E. Die westlichste Provinz am obe-ren Ganges, Dschumna und Sutludsch. Großer alter Kanal von Ferosi.Wichtiger Vaumwvll- und Zuekerbau. — Delhi, in vsflcicllen SchriftenSchahjchanpur, d. h. Stadt des Wcltkönigs, genannt, auf den Trüm-mern der alten Hindustadt Indrapuc von, Schah Jehan im XVH.Iahrh.gegründet, am Dschumna, 250 M- von Kalkutta entfernt, 200,000(500,oooiE.Ehemals Residenz des Großmoguls, der sich 1785 den Maratten, späterhinden Engländern ergab, und vielleicht die größte Stadt der Erde, dic2M-E- gehabt haben soll, jetzt eine ungeheure Masse von Ruinen, deren mannoch über 3000 zählt. Sie wurde 1738 von Nadir Schach von Persienschrecklich verwüstet; noch immer aber finden sich Bauwerke, die durch Größeund Pracht bewundcrnswerth sind. Der Pallast von ungeheurer Größe, zumTheil von einer 60F. hohen Mauer umgeben, noch jetzt die Wohnung derNachkommen des letzten Großmoguls (der jetzige heißt AkbarSchah', ^Stun-de im Umfange; die prächtigenGärten Schalimar, die große 1724 erbaucteSternwarte, ein durch Größe und Pracht gleich schenswerthes Gebäude,der berühmte 230F. hohe Thurm Ducrub mit einer schönen Kuppel vonGranit, der Anfang einer nicht vollendeten Mvfkce, von dessen Höhe einevorzügliche Übersicht über die ungeheure Menge von Pallästen, Moskecn,Pagoden, Gärten und Ruinen dieser durch Baumwoll-, Indigo-, Zuckcr-und Tabacksfabrikcn noch immer lebhaften und befestigten Stadt, die etwaIHM- im Umfange hat, während die Ruinen, darunter die Reste der altenPatancnburg und die Gräber der regierenden Familie, noch einen Raumvon mehr als 1Q.M- bedecken. Die Dschumna Moskcc, der größte undschönste Muhamedanische Tempel Indiens, wie die übrigen Prachtgcbäudeaus Granit gebauet und mit Marmor verziert. In der Nähe das herrlicheMausoleum Hnmajums, vvm Schah Jehan erbauet, aus Marmor undGranit, dessen Inneres mit Edelsteinen verschwenderisch geschmückt ist.Merkwürdig ist der 25M- lange Kanal, der das gesundere Wasser des obe-ren Dschumna über die Gegend verbreitet, den die Englische Regierung(1820) völlig wieder herstellen ließ. Die großen Ruinen von Toghiikabad.

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