214
Asien. Indien.
nankiaung, nördlich von Prvme, sind die wichtigen Erdölqucllcn, welchedas ganze Land versorgen und jährlich über 4 Mill. Zentner liefern.
d) pegu am Busen von Martaban, mit der Hauptstadt pegu, zumTheil in Trümmern, mit prächtigen Tempeln, 6000 E- — Rangunwichtige Seestadt an einem Nebenarm des Jrawaddi, seit dem Frieden von1826 Freihafen. Die Straßen der Stadt sind breit, die Häuser alle vonBambus auf 2 bis 12 F. hohen Pfählen. Große Vorstadt Takalli. Un-ter den E. sind, wie in allen Seestädten Hinterindiens, viele Chinesen.Starker Handel. In der Nähe auf einem Hügel, zu welchem eine Treppevon ioo Stufen füh^t, liegt ein herrlicher Tempel, 330F. hoch, mit Pracht,voll vergoldeter und mit Klocken geschmückter Spitze. Am Vergeb. Negraisder Seehafen gl. N. und die Diamanten Inseln.
o) und 6) Im Innern liegen die sehr unbekannten Provinzen Alo,schampri mit der Stadt Liainroun am Saluän und jenseits diesesFlusses die Provinz Zänma, welche letztere nach neueren Nachrichten nichthierher gehören soll.
4) Siam — io bis 11,000 Q. M. Es liegt in SO. von Virma,zwischen Annam, China und dem Busen von Siam. Das Reich bestehtaus dem eigentlichen Siam, einem Theile von 4ao und Aambodschabis 11° N. und einigen Malaiischen Vasallenstaaten auf Malakka bis5° N. Die nördliche und östliche Gränze läßt sich gar nicht angeben.Hohe, aber gänzlich unbekannte Gebirge begränzcn in N. das innere Hoch-asien; von diesen sinkt der Boden gegen S. zu völligem Tiefiande herab.Zwei Bergketten erheben sich in gleicher Richtung und trennen die dreiHauptströme des Landes, den Menam, Saluän und Mekhong. DerMcnam durchströmt das ganze Land, tritt, wie die übrigen im Sommeraus seinen Ufern und hat an der östlichen Mündung eine Breite vonStunde; mit ihm vereinigt Ach an der W. und mittleren Mündungvon W. her der Taschin und Mcklong; bis 20° N. ist er noch für kleineSchiffe fahrbar; seine Quellen sollen in China sein,'wo er den NamenNankiiigho führt. Der Saluän trennt Siam vom Englischen Gebietein W. Bemcrkcnswcrth sind unter den Erzeugnissen des Landes weißeElefanten, weiße Affen, weiße Büffel und weiße Nehe. Tiger undLeoparden sind sehr gewöhnlich. Die Siamesen tragen Zeichen U)o„go-lischer Abkunft und sind den Birmanen ähnlich; in den Seestädten lebenauch Lhinesen. Bemcrkenswcrth ist ein völlig roher von den Siamesenverschiedener Stamm, Ra genannt, der ebenfalls im Innern wohnt undvon dem man eine Menge geraubter Sklaven im übrigen Lande findet;ein ähnlicher Stamm, Lhong genannt, lebt in der Provinz Tschantibonin Kambodscha; in NW. die nomadischen Mariangs und Lawas. AuchMalaien, Hindus und Nachkommen der Portugiesen finden sich, so wieein Ncgersiamm. Handelsverkehr mit den Engländern noch nicht bedeutend,wichtiger mit den Chinesen zu Wasser und zu Lande, so wie mit Malakkaund mit den östlichen Ländern. Zucker, dessen Anbau die Chinesen erst