Band 
Zweiter Theil.
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Asien. Indien.

im Durchmesser, über 400 Pfund schwer, hat, die von den E. Elefanten-jams genannt wird; auch ist eine ganz weiße Eichhörnchcnart mit schwar-zen Pfoten hier zu Hause. — Die Provinz Laos in N. gränzt an China,von wo jährlich eine große Handclskarawane kommt, und steht unter einemeigenen Häuptling, welcher Vasall von Siam ist. Die Hauptstadt istTschaingmä oder Zemi ( 1 g— 20 " N.)> Bis Labaung, welches 2 M. süd-licher liegt, kam 1830 ein Englischer Reisender, und es wurden Handels-verbindungen von dem Englischen Küstengebiete aus mit Laos angeknüpft.Das Land ist gebirgig, reich an Elefanten und Rindern; Baumwolle,Lackfirniß, Eisen, Moschus und Tikholz gehören zu den Erzeugnissen dessel-ben; auch Zinn und Blei findet sich. Menschenraub wird in den Kriegenmit den Gränznachbarn getrieben.

5) Annam. In O- von Siam bis zum Chinesischen Meere; abereben so unbekannt als Siam; die Gränze gegen China ist etwa unter22° N.; in S. reicht dieser Staat bis zur Spitze von Kambodscha. DieGroße mag etwa 6 bis 7000 Q- M- betragen. Das in N. befindlicheHochland schickt seine Gcbirgsarmc bis zur Meeresküste; nur der südlichsteund nördlichste Küstenstrich ist Tiefland. Der Hauptsirvm ist der Menam-kong oder Mekhong, der in China entspringt und sich mit drei großenMündungen durch ein weites Tiefland ins Meer ergießt; aber schon ober-halb dieser Mündungen gehen zwei Arme, der Teksm und Tekmao, zurWestküste und ein dritter Arm, der zu einem großen Kanalc erweitert ist,verbindet ihn mit dem Mangkao in W. I» NO- ist ein ebenfalls ausChina kommender Strom Sangkoi oder Songkan. Östlich von, Mek-hong ist der Saigon oder Sämig, der in Laos entspringt, 15 M. weitfür Seeschiffe fahrbar ist und sich an der Mündung mit dem Mckhvngverbindet; er nimmt den Dongnai auf. Die Haüptausfuhrartikel desLandes sind Arekmrüsse, Betel, Reis, Bataten, Pisang, Zimmr, Karda-momen, Zucker, Anis, Taback, Pfeffer, Elfenbein rc. Man zieht alleEuropäischen Hausthicre, besonders Schweine und Ziegen, auch Büffel,viel Geflügel, namentlich Enten; das Huhn lebt wild, so wie der Fasan;in den großen Flüssen ist das Krokodil, dessen Fleisch, wie das der Hundegegessen wird; der Elefant ist besonders in Kambodscha zu Hause, auchdcr Tiger, das Nashorn und der Bär. In Tunquin sind reiche Gold-,Silber- und Eisengrubcn. Das Küstenland ist vom Flusse Kangkao bisCap St- James ganz flach, von dort aber bis zur Bai von Turan steilund felsig und hinter ihm erheben sich stufcnweis hohe Bergketten. InN. sind verschiedene Küstcnsecn. Die E. sind größtcntheils Lochin Chi-nesen, weit mehr als die E. der westlicheren Staaten den Chinesen selbstin der Sprache ähnlich und zum Theil auch schon der Lehre des Chine-sischen 'Longiurse zugethan, jedoch größtcntheils Buddhisten; eine Lan-desreligion giebt es nicht, und die Zahl der Priester ist gering. Missio-»aire haben schon lange das Christenthum gepredigt und werden daran vonder Regierung nicht gehindert; wirklich sollen sich einige hundert tausend