Band 
Zweiter Theil.
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Hinterindien. Inseln. Sunda.

Schmetterlinge und Spinnen, beide durch Große ausgezeichnet. Wichtigist der Handel mit Tripang, der in allen benachbarten Meeren, selbst ander Küste von Ncuhvlland aufgesucht wird. Höchst merkwürdig ist einBerg beiAmanubang, aus dessen Öffnung ein tobender Luftstrvm hervor-bricht.— Die Hauptstadt der Niederländer ist Lupang.— Sumbava mitdem Vulkan Tomboro, dessen Ausbruch 1825 zu den furchtbarsten Erschei-nungen dieser Art gehörte; selbst die Küste des 50 M. entfernten Javaswurde i§. hoch mit Asche bedeckt. Von 12,000 Menschen in der nächstenUmgebung blieben nur 26 am Leben und ganze Städte und Dörfer gin-gen unter. Hauptstadt ist Lima. — Nahe bei Java liegt Bali gegen100 Q-M. groß, mit fast iMill. E., in 7 Staaten und den StädtenBoliling und Dschembrana; weiter gegen O. in einer Reihe: Lombok— 70Q-M- mit einem 7500F. hohen Vulkan, das schon genannte Sum-bava — 570Q-M., Rotten, Flores — 400Q-M. in O- mit Portugie,sischcm Gebiete, Solov — 20 Q-M-, Sobrao — 20Q-M., Noblem,panrar und Gmbai — 85Q-M., auf deren einigen die Niederländer Ge-biete haben. Südlich von Flores liegt Sandclbosch — 100 Q.M. undan der S. Spitze von Timor die kleine Insel Rorci. Nördlich von Timordie Inseln Wetter, Lambing, östlich liegen Mooa, Lcttce, Äakor u.a.

4) Die Molutzkcn oder Gewürzinseln, eine große Zahl, zum Theilaber sehr kleiner und unbewohnter Inseln, welche verschiedene Gruppenzwischen Neuguinea, Celebcs und den kleinen Sundischcn Inseln bilden,8<>S. bis 3°N. Sie sind alle voll steiler Gebirge, haben aber gut be-wässerte, fruchtbare Thäler, sehr milde, obwohl nicht allcthalbcn gesundeLuft. Berühmt sind sie besonders durch ihre drei wichtigsten Produkte;Sago-, Gervnrznaglein- und Muskarbaum, viele nicht weniger durchliebliches Klima und reizende Gegenden. Sehr wichtig ist der Handel mitTripang, von dem es hier gegen 20 verschiedene Orten giebt und gegenwelche die E. vieler Inseln alle ihre fehlenden Bedürfnisse eintauschen:auch perlen werden gefunden, so wie schöne Holzarten und Früchte. Aufacht Inseln sind Vulkane; Erdbeben spürt man häufig. Die ältesten E.scheinen vom Neger-stamme (Horaforae, Alfurier, Papus) zu sein, höchstroh, so daß ihnen z. B. auf den Arn Inseln der Begriff eines Gottesganz fremd ist, aber gutmüthiger als die Malaien. Missionairs haben inneueren Zeiten mit großem Erfolge hier gewirkt und zahlreiche Gemeindenunter dem so friedlichen Volke, welches schon des Verbots des Schweine-fleisches wegen einen Widerwillen gegen den Islam hegt, gestiftet. Allct,halben wohnen auch Muhamedanische Nlalaien, auf vielen Inseln sogarLhinescn, Japaner und selbst Araber; auch die Zahl der Europäer undEurrpäischcr Mulatten ist nicht gering. Sklaverei ist hier so sehr Sitteund so wenig ausrvttbar, daß vielmehr die so arbeitsscheuen Alfurier sichselbst oft zu Sklaven anbieten, um nur ernährt zu werden. Es giebtnoch verschiedene einheimische Fürsten, aber alle mehr oder weniger vonden Niederländern abhängig, welche im XVII.Jahrh. die Portugiesen ver-

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