Band 
Zweiter Theil.
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Berbci'ei. Algier. Tunis.

8V00E.— Im Innern liegen: Lonstanr-neh am Rumel, die Hauptstadtder östlichsten Provinz, 30,000E Viele Römische Ruinen.-- Tlemsanoder Tocinezen unweit der Gränze von Marokko, 2000 L.— Maskava,Blida, Biskara (die Diskariner, von Arabern, Negern und Kabilcn ab-stammend, sind wegen ihrer Thätigkeit und Ehrlichkeit als Diener undVerwalter sehr geschätzt; sie treiben den Handel zwischen Algier und Eha-damesss u. a. wenig bekannte Städte. Ehemals gehörte den Franzosen derOrt Lalle oder!« Lalle an der Küste. Wichtig ist dieser östliche Theil derAlgicrischen Küste durch die Korallcnfischcrei, die hier von Franzosen undItalienern (aus Marseille, Genua, Livorno, Trapani u. a. Städten) getrie-ben wird und einige hundert Schisse beschäftigt.

6 Tunis, östlich von Algier, in O und N. von Meere begranzt,vorn Cap Aoup in W. bis zur Insel Dscherbi an der O. Küste — 3 bis4000 Q M. 1 bis 3Mill. E. Vorgebirge Scroac, Blaues und Bonn.Bai von Tunis, Gabes und Hammamcc. Die größten Flüsse sind derIvadclkibir oder Zaine an der W. Gränze, etwa 12 M. lang, und derweit größere Mcdschuvda, der in W. der Bai von Tunis mündet. Un-weit des Cap Blanco an dem tiefen Busen von Biserta liegen zwei Land-seen, 14 und 12M. im Umfange. Ganz in S> im Gebirge, westlich vvmBusen von CabcS ist der See Lowdeah, 15 M. lang. Der Boden ist,so weit wir ihn kennen äußerst fruchtbar; Gebirge durchziehen das Innere,die östlichsten Zweige des Atlas. In S- beginnt das Stcppcnland Bi-leduldscheoid. Producte und Handelsartikel wie in Algier, jedoch hatTunis besonders schöne Pferde, viele Datteln und vorzüglich Getreide,mit dem es, wie im Alterthume, Italien und andere Länder S- Europasversorgt. Dieser Staat hatte seit XVI. Jahrh, ebenfalls einen TürkischenPascha, dessen Macht aber noch früher als in Algier der Aga an sich riß.Späterhin wählte die Türkische Miliz denDei zum Oberhaupte, und überdiesen erhob sich späterhin wieder der Schatzmeister, der Bei, der ganzunumschränkte Gewalt erwarb. Als gegen ihn Unruhen ausbrachen, ka-men die Algierer zu Hülse und eroberten 1686 die Stadt. Seit der Zeitsteht Tunis gewissermaßen unter der Oberhoheit von Algier und zahlt Tri-but, was schon zu Kriegen Veranlassung gegeben hat. Der Bei hat einstehendes Heer von etwa 5000Türken und erlaubte sonst dcnSccraub, wiein Algier. Die Seemacht ist unbedeutend. Die Städte sind an der Lüste:Tunis, befestigt, an einem See, der mit dem Meere in Verbindung stehtund dessen Eingang durch die Castelle vonGslerca geschützt wird, I30,000E.Die große Bai bietet den sichersten Ankerplatz dar. Wichtiger Handel,daher haben Consuln fast aller Europäischen Nationen hier ihren Sitz.Nördlicher am C.Tarragine bei dem HafenortMersa liegen dieTrümmerder Römischen Cvlonie Neukarrhago, 706 von Arabern zerstört. Die Re-sidenz des Bei ist in dem festen Schlosse von Barda, weiter im In-nern.— Die übrigen Seestädte sind: Gabcs oder Labes, 30,000 E.; treibtstarken Handel mit Datteln und Henna. An dem Busen von C>abeS liegt