Band 
Zweiter Theil.
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Afrika.

Größe —530,000 Q. M. Afrika ist eine Halbinsel vorn Mittel-meere, dem Atlantischen und Indischen Ozeane umflossen,nur durch die 15M. breite Landenge von Sues mit Asien ver-bunden, aber auch nur durch die 5M. breite Straße vonBabelman-deb von Arabien und durch die 2-^M. breite Straße von Gibral-tar von Spanien getrennt. Die äußersten Punkte sind in S. da8Nadelrap - 34° 48'S.; in O. Cap Gardafui — 11° 50'N.69°2'O,; in N. Cap Blanco — 37° 20'N.; in W. das GrüneVorgebirge —0°. Länge von N. nach S. — 1080M.; vvnW. nachO. — 1020 M. Es bildet mit den benachbarten Erdtheilen zweigroße Busen, das Mittelmeer und den Arabischen Busen, hataber an seinen Küsten selbst außer dem Guinea Busen keine be-deutende Einschnitte, sondern zeigt an seinen Küsten ganz verschiede»von Europa und Asien, welche an ihrem Rande in große Halbinselnzerspalten sind, auffallende Einförmigkeit. Kein Erdtheil hat den For-schungsgeist der Europäer so rege gemacht als Afrika, aber bei keinemist auch die Wißbegierde bislang noch weniger befriedigt als hier. Wirkennen meistentheils nur dieKüsten der ganzen Halbinsel und auch diesenicht einmal genau. Die wichtigsten Fortschritte hat die Kunde Afri-kas erst in diesem Jahrhunderte gemacht, und zahlreiche kühne Forscherhaben ihr Leben darauf gewagt, unbekannte Länder aus dem Dunkelhervorzuziehen. Dahin gehören Hornemann (Fezzan und andereOasen der Wüste. ff1800), Mungo Park (Senegambien, Sudan.ff1805), Liechtenstein (Hottentotten- und Capland, 1803—1806),Burchel(Kafernland, 1813), Campbell (Kafernland, 1812—1821),Burckhard (Nubien, 1813—1817). Tuckey (Kongo, 1816). Mol-lien (Senegambien, 1818), Ritchie (Fezzan, 1819), della Cella(Nordküste, 1819), Beechey (Nordküste, 1821 — 1822), Pacho(Nordküste, 1825), Caillaud (Nubien, 1815 — 1822), Rüpell(Nubien, 1817—1827), Salt (Habesch, 1809-1812), Belzoni(Ägypten und Nubien, 1815—1819), u. a. Besonders zogen O'ud-«ey's (1-1824), Denham's (ff 1824) Clapperton'S (j-1827)und Laing's <-j-1826) Reisen zur Erforschung Sudans die Aufmerk-samkeit der Geographen auf sich; allein sie wurden alle ein Opfer ihrerKühnheit, bevor sie noch ihren Hauptzweck erreicht hatten; jedoch gehö-ren die von ihnen gemachten Entdeckungen zu den wichtigsten neuererZeit, wenn gleich sie die Meinungen über die Beschaffenheit des In-nern in manchen Stücken noch mehr verwirrt haben. Afrika zerfälltin zwei große Theile. In S. ist Hochland, wie wir aus dem in ei-niger Entfernung von allen Küsten ansteigenden Gebirgen und Stu-fenländern schließen müssen; es reicht etwa bis 10° N- Das Inneredesselben ist völlig unbekannt; in S. enthält es weite Steppenflächen,ist aber nicht, wie man ehemals glaubte, allethalbcn wüste, vielmehrscheint es in vielen Gegenden stark bevölkert. In N. fällt dieses Hoch-land in ein großes sandiges Tiefland hinab, welches in seiner östlichenHälfte von vielen Felsenkctten durchzogen wird und das Bette des