310
Nordamerika.
daselbst getroffenen E- , die sich sehr von den Eskimos unterscheiden, mvchNachkommen jener Isländischen Cvlonisten erkennen will; obgleich ncruercForscher diese Colonie auf die SW. Küste versetzen wollen. Die Damengründeten 1721 auf der W. Küste, niit der die Nvrmänner aber ebenfallsschon Verkehr hatten, Niederlassungen, die sich seitdem bis über 70° N.ausgedehnt haben und in denen über 6000 Eingcborne und 2 bis 300 Eu-ropäer wohnen. DieHerrnhucer haben sich seit 1733 um die Einführungdes Christenthums sehr verdient gemacht und unterhalten noch immer da-selbst einige Missivnairs. Etwa lioo Grönländer leben als Christen inihren 14 Gemeinden. Alle Cvlonien stehen unter der Aufsicht zweier In-fpeecoren. Das südliche Jnspecrorac begreift die Niederlassungen: Iu-lianenhaab (6i°Br.), der tödlichste und bevvlkcrtste Ort mit 14 bis1500 L., die Rinder und Schafe halten und Gemüse bauen; Frederiks-haab, Goodhaab, die älteste Dänische Niederlassung, Sitz des einen In-spectors, Snkkercoppen, Holstenbcrg und die Herrnhuter MissionenNeuherrnhuc, Lichcenau und Lichrenfels, alle mit 2 bis 500 E.— Imnördlichen Infpecrorace ist Egcdesminde, Lhristianshaab, Jakobs-havn, Umenak und Upernarvik, die nördlichste von allen (72° 32'Vr.).— An der Küste sind zahlreiche Inseln, unter denen im 70° Br. Diskodie größte, wo Soodhavn, Sitz des zweiten Jnspectors. Wahrscheinlichsind mehreTheile des Landes durch jetzt ganz bceisete Meerengen von ein-ander getrennt, wie dies namentlich mit der S. Spitze der Fall ist, ausder das Lap Farewell, denn der S. Punkt des festen Landes ist Sraa-rcnhoek (huk). Auf der O. Küste, welche fast ganz aus Eis besteht und nurwenig Raum für cinigePfianzcn, Zwergweiden (2F. hoch), Birkengestrüppund einige Sträucher übrig läßt, sind einzelne Punkte benannt, in S.Eriks Liord, Herjols Ness, in N. Leverpools (liwwerpuhls) Lüste, wodas 3600 F. hohe Roscoe (rosku) Gebirge, und Iamesons (dschehmsinS)Land, der Hafen Amiroarsuk (63° 11'N.)
2) Arktisches Hochland. Es erstreckt sich als nördliche Gränze derBassins Bai und als Fortsetzung von Grönland inNW. Richtung bis 78° Br-Die Engländer Rost (1818) und parry (1819 und 1820) haben hier dieneuesten Entdeckungen gemacht, seitdem Davis (1535) und Daffin (Kii)diese Gegenden zuerst untersuchten. An der Küste sind benannt die Nel-ville und Prinz Regenten Bai, Lap Zork, das Weiße Lap, Ivoscn-holm- und Wallfischfnnd. Der Smirh's Sund schließt wahrschcinlici inN. die Bassins Bai. Die O. Küste des Landes, Nord Devon (dewn) ge-nannt, wo das Lap Llarcnee (klercns) und Leopold und die LolurgBai, zieht sich bis zum Lancaster Sunde (74° Br.), der eine St'aßezum Eismeere bildet. Hier fand Parry 1819 auf seiner gegen W. gesich-teten Fahrt allethalben Land. Der Lancaster Sund führt in die 2ar-row's Strasse, an deren westlichen Ende die Prin; riegenren Einf.hrcin O. der Insel Sommerfer nach S. geht. Nördlicher liegt die Jisel-gruppe Nordgeorgien, d. h. die Lornwallis (kvrnwchls)-, Barhust-,