Pülarläiider. Grönland.
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dic eigentliche Nacht wird durch den Schimmer des Alles bedeckendenSchnees, so wie durch Nordlichter, welche aber über 65° immer seltenerwerden und zuletzt gar nicht mehr sich zeigen, etwas erhellt. Höchst merk-würdig ist hier, wie in allen Polargcgcnden, die Starke der Strahlenbrechung,vermöge welcher ferne Gegenstände, dic noch unter dem Gesichtskreise lie-gen, schon sichtbar werden, so daß man z. V- dic Sonne 16 Tage vorihrer wirklichen Erhebung über den Gesichtskreis schon erblickt. Dic Zahlder Produetc ist sehr beschrankt. Man hat Spuren von Riipferciz, ineinigen Gegenden Steinkohlen gefunden; Topsstcin wird zu Gefäßen ge-schnitzt; cS giebt Schwefel, Asbest, Lristall, Lhalzedone, Marmorund andere Steiizarten. Wichtig ist das Thicrreich, denn ohne dies wäredas Land unbewohnbar. Der Seehund befriedigt fast alle Bedürfnisse,er liefert Kleidung Licht, Wohnung und Nahrung: auch der Wallfisch, den frei-lich der Grönländer nur mit Hülfe der Europäer überwältigen kann, ist von gro-ßem Nutzen, und seinetwegen besonders besuchen viele Englische, Dänische,Deutsche, Niederländische und Französische Schiffe beide Küsten, besondersdie östliche. Groß ist die Menge der Fische und des Sccgcflügcls, so wiedenn überhaupt das Meer die Hauptproducte liefert. Hausthier ist imhöheren N. der Hund, der auch hier zum Ziehen der Schlittengebraucht wird. Wild leben Nennrhiere, Hasen, Füchse, Eisbären,Adler, Falken und einige andere Vogclartcn. Dic hier wachsenden Pflan-zen sind schon oben genannt. Treibholz, Steinkohlen und Lnochen er-setzen das fehlende Holz. Zum Handel findet der Europäer Seehundefclle,pclzwerk, Eiderdaunc», Thran, Fischbcin und Fische. DicColvnistenhaben hier in S. noch Rindvieh, Schafe und Hunde, alle aber durchdie Strenge des Klimas verkümmert. Die E- des Landes gehören zu denEskimos, sind also Mongolischen Stammes, zwischen 4 und 5§. groß,von dunkelgelber Farbe und fleischigem Körper. Sie sind gutmüthig, abervöllig roh, haben Zauberer, aber höchst schwache Begriffe vom höheren We-sen, glauben jedoch an Unsterblichkeit der Seele. Felle und Vogelhäutcsind ihr Kleid, alle Arten Fleisch, besonders aber vom Seehunde und vonFischen, ihre Nahrung, ein Zelt von Sechundsfellcn die Wohnung imSommer, eine tief in der Erde stehende steinerne Hütte oder vielmehrkcllcrartigc Höhle, in der eine stets brennende Thranlampe zur Erwärmung,Erleuchtung und zum Kochen dient, im Winter. Jagd-, Fischerei- undKüchengcräthe bereiten sie aus den ihnen zu Gebote stehenden Materialien,Stein, Knochen, Gräten u. dcrgl. sehr künstlich, bauen auch Kahne ausHolz und Fellen und wissen ihre Kleider sehr geschickt mit Sehnen undGedärmen zu nähen. Schon 981 kamen Normäuncr von dem nur 20 M.entfernten Island hierher und führten das Christenthum ein. Seit X V. Jahrh,ist aber diescColonie, die 1106 aus 19» Dörfern bestanden haben sollt?),ganz vergessen, da das Eis alle Gemeinschaft mit ihr unmöglich machte-und auf eine unbekannte Weise, vielleicht durch Krankheiten und Hungerverschwunden. Sie ist aus der O-Küste gewesen, wo man in den 1829