Band 
Zweiter Theil.
Seite
312
JPEG-Download
 

312

Nordamerika.

23 überwinterte, eine Verbindung mit dem Eismeere Statt. Das nörd-lichere Land ist Lockburn (born) Insel (?) benannt. An verschiedenenPunkten sah man Eskimos, fand auch mehre Thicrgattungen als in dennördlicheren Ländern, aber allcthalbcn unwirthbarcs Land, Schnee- undEiswüstcn. Höchst merkwürdig ist die Beobachtung des Capitajn Lyon,der 1821 in N. der Hudsons Bai am Kompaß gar keine oder wider-sprechende Bewegung der Magnetnadel bemerkte.

1) Spitzbergen, in NO. von Grönland, zwischen 76 und 80" N.,eine Zahl von Inseln verschiedener Größe, felsig (dcrHornberg— 42 O 0 F.),fast stets mit Schnee bedeckt, mit sehr wenig Pflanzen, unbewohnt, aberreich an Pelz- und Sccthicrcn, im Sommer auch an Sccvögcln; wichtigerWallfisch- und Robbenfang. Erste Entdeckung durch Niederländer 1596. —An der Westküste der Hauptinsel ist der Hafen Smerciiburg und Fair-havcn (fchrhchwn). Die Hcnlopciis Srrasie zwischen Spitzbergen undder Nordvstinscl.— Südlicher liegt die Lhcrrv (tschcrri) oder Bärcninscl,so wie dieHoffnungs- undMoffeninsel klein und unbewohnt.— In NO,von JSland liegt die kleinere Insel Ja» Maycn, vulkanisch, unbewohnt,1611 von Niederländern entdeckt. Der Lcerenbcrg — 6tzoo §.

Das Indianer Land.

Wir rechnen dahin das ganze Festland N. Amerikas zwischen 49und 70° N., von der BeringSstraße bis zur Hudsonsbai und der W.Gränze von Kanada. Ein ungeheures Land von 3 bis ZOOM. Lingeund ZOOM. Breite, also von wenigstens 100,000 Q.M. Flächlnin-halt, größer als halb Europa. Das Felsengebirge durchschmidctin der W. Hälfte das Land von S. nach N. und theilt dasselbe inden westlichen Theil oder das Gebiet des Östlichen Ozeans,und den östlichen Theil, der durch einen vonSW. nach NO. ian-fendcn Höhcnzug in das Gebiet des Eismeeres und der Hudsons Baigeschieden wird, eine Wasserscheide, die aber oft so unmcrklich ist, daßz. B. der Wollaston See nach beiden Gebieten hin Abfluß hat. tbenso trennt ein niedriger Erdrücken, der nur bisweilen die Form cncSHügelzugcs annimmt, der Gewässer der Hudsons Bai von den Hulns-sen dcS Mississippi und der Kanadischen Seen und läuft nahe an derGränze der Vereinigten Staaten hin. Die Wasserscheide des Winnpik-»nd Oberen Sees ist nur 1200 F. und das Qnellgebict des Rosien-und PeterSflusscs zwischen Winnepik See und Mississippi nur 80> F.hoch. Der östliche Theil ist ein ödes Land, grö'ßtentheilS flach, hin»nd wieder felsig und hüglick, von zahllosen Seen und Flüssen dirch-zvqen, in S. mit großen Waldungen bedeckt, zwischen .denen reiteWlescnflächcn sich ausdehnen. Am Felsengebirgc unter 54°Br. nt-springt der Friede nsfluß, etwas südlicher in O. der Athapc^o;dieser ergießt sich in den in der Mitte des Landes bclegencn Atza-pesko See, 40 bis 5i)M. lang, aus welchem der S k la vensluß,