Band 
Zweiter Theil.
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Englische Besitzungen. Kanada.

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1829 gestiftet. Labrador steht unter dem Gouverneur von Neufund-land, hat aber keine öffentlichen Behörden.

Englische Besitzungen.

Wir verstehen darunter diejenigen Englische» Gebiete, welche ohnebestimmte Gränze gegen das Indianer Land i» W., worüber Englandebenfalls die Oberherrschaft behauptet, in S. von den Bereinigten Staa-ten, in N. von der Hudsons Bai und Labrador, in O. von den Ber-einigte» Staate» und dem Atlantischen Ozean umschlossen wird, ei»Land, dessen Ausdehnung von W. nachO. über 300 M. beträgt, zwarnoch schwach bevölkert, ja zum Theil noch Wildniß, wo aber dochschon in ansehnlichen Distrikten Europäische Cultur längst einheimischist und durch zahlreiche Einwanderungen aus England und Irlandsich jährlich weiter verbreitet, wo eine nicht geringe Zahl von Städtenlind Dörfern sich findet, die im Genuß einer völlig geregelten Verfas-sung sind. Sie bestehen außer einigen kleineren Inseln aus vier grö-ßeren Provinzen, welche alle zusammen 6 Statthalterschaften, die inMilitairsachen unter dem Generalgouverneur von Kanadastehen, ausmachen. Alle diese Länder wurden schon im XVI. Jahrh,entdeckt und im XVII. Jahrh, meistentheils von Franzosen mitColonisten besetzt. Durch die Friedensschlüsse zu Utrecht und PariS1713 und 1763 kameit die Engländer, denen vorher nur Neufundlandgehört hatte, in Besitz derselben

1) Kanada d. h. das Land in N. des Obern-, Huron-, Eric-nnd Ontario Sees, an beiden Seiten des Lorenzflusscs, dessen obererLauf jedoch Gränze gegen die Vereinigten Staaten ist, ohne bestimmteGränzen gegen Reuwales und Labrador, — wenigstens 11,000 Q.M.Die Südspitze reicht bis fast 42° N. Der nördliche Theil .des Landesist noch Wildniß und ganz dem südlichen Indianer Lande gleich, un-geheure Waldungen, große und viele Seen, Flüsse, Moräste, rauhesKlima, wenig Anbau, Reichthum an Wild und wilden Thieren; ganzanders dagegen der südliche Theil, wo zwar derselbe Boden, aber einweit milderes Klima, zahlreiche Europäische E. in Städten und Dör-fern und blühender Ackerbau. Ein 200 M. langer Hühenzug, über1000 F. hoch, Landeshöhe genannt, zieht sich vom Oberen See inöstlicher Richtung durch das ganze Land; er macht die Wasserscheidezwischen den großen Seen, dem Lorenzstusse und der James Bai. InSO. ist das Alb an p g ebi rge, Fortsetzung des östlichen Hochlandesder Bereinigten Staaten, mit einzelnen wohl 2000 F. Hohen Gipfeln.In S. der Landhöhe als Gränze gegen die Bereinigten Staatenliege» die vier große Seen. Der Obere See — 1980 Q. M.75M. lang, 36M. breit, 600F. hoch^liegend, ist von einer 7 bis800F. hohen Felsenkette in N. begränzt und fließt durch die StraßeSt. Marie, die einen 60 F. hohe» Wafferfall enthält, in den 760Q.M. großen, 50M. langen, 36M. breiten Huron See (gcgentiOOF.