Band 
Zweiter Theil.
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Nordamerika.

hoch liegend), den der Fluß und kleine See St. Clair (580 F. hoch)und die Straße Detroit mit dem Eric See (560 F. hoch), welcher48M. lang, 15M. breit ist (— 500 Q.M.) vereinigt. Durch denNiagarafluß steht er mit dem 580Q..M. großen, 55M. langen,13M. breiten Ontario See (230F. hoch) in Verbindung, an wel-chem man bisweilen nach Jahre langen Zwischenräumcn ein bislangnoch unerklärtes oft bis über 7F. betragendes Steigen seiner Wasser-fläche wahrnimmt. Vor diesem See ist der berühmte Niagara Was-scrfall. Der Fluß bildet hier eine Insel zwischen 200F. hohen Fel-senwänden und stürzt über 4000 F. breit in zwei Armen, deren west-licher fast 2000 (1500) F., deren östlicher aber nur etwa 1050(800)F.breit ist, an der W. Seite 144F. an der O. Seite 164F. hoch, mitungeheurer Wasscrmasse und entsetzlichem Toben herab. Oft über zweiMeilen weit hört man das Brausen, und dichter Nebel ruht auf dererhabenen Szene. Durch die zerstörende Gewalt des Wassers wirdder Fclscngrund immer mehr vernichtet und die Uferfelsen stürzen zu-sammen; in früheren Zeiten war der Fall weit nördlicher; seit 40Jah-ren ist er gegen 150 F. zurückgegangen. Der Abfluß des Ontario istder St. Lorenz, bis zur Mündung des Utawas ehemals Katara-gui genannt, 140M. lang, mit reizenden Umgebungen. In derHälfte seines Laufes wird er schon IM. breit, erweitert sich bis auf20M., bildet 3 Seen und kann über 80 M. weit von Seeschiffen be-fahren werden; seine mit zahllosen Jnselchcn bedeckte Mündung heißtder See der tausend Inseln. Er nimmt von W. her verschie-dene bedeutende Flüsse z. B. den Utawas, seinen größten Nebenfluß,der aus dem Timmiskamie See kommt, Bnstart, Richelieu,Sagucnay, den Abfluß des St. John SeeS, auf, die nebst an-deren Gewässern auch großeFälle bilden; so stürzt dcrMon tmorency240F. und der Chaudiere 130F. hoch herab. Im Innern sinddie Seen N ipissing, Abbitibbi, Shallow (schalle) und vieleandere kleinere, die gegen N. oder S. Abflüsse haben und dadurch dasLand äußerst wasserreich machen. Die Wasserstraße vom W. Ende desOberen Sees bis zur Mündung des Loreuz ist 436 M. lang, wirdaber durch die beiden Wasserfalle und im oberen Lorenzstrome durchStromschnellcn unterbrochen; zur Umgehung desNiagarafalles hat manden über 9M. laugen Wellandkanal, der vermittelst 37 Schleu-sen über 300F. Fall hat, aus dem Eric nach dem Ontario See undden Ridcaukanal aus dem letztem nach dein Utawas gezogen. DerChamplain See in O. des Lorenz berührt die Gränze in S. undschickt den Fluß Sorel zum Lorenz. Diese Wassermenge, die großenWaldungen und der Mangel an Anbau, besonders nach dem Innernzu, machen das Klima um Vieles rauher, als eS der Lage nach seinsollte. Bemcrkenswerth ist es, daß der Winter im Innern nicht sodauernd sein soll, als in den östlicheren Gegenden. Die Winterkalteist sehr strenge, besonders in der nördlichen Hälfte, wo noch der Brann-tewein gefriert, aber groß ist auch im Sommer die Wärme und daherein ungewöhnlich schnelles Wachsthum der Pflanzen. Beide Jahrtzci-ten wechseln, wie in allen kalten Ländern, schnell mit einander; je-doch