Kanada.
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doch bemerkt man, daß das Klima jetzt um Vieles milder wird, sodaß z. B. im Januar 1825 die Kälte nicht oft über 6° stieg. DerWoben ist zum Theil überaus fruchtbar, jedoch giebt es auch großeMoräste und dürre steppenartige Flächen.
Die einheimischen Produkte sind ganz denen im Indianer Landegleich: Reichthum an Holz, wilden Thieren (der Bison im In-nern, das Elenthier ist selten, der Karibu, eine Rennthierart, die Wol-verene, der Luchs, Waschbär u. a.), Geflügel und Fischen; aberaußer den dort genannten bemerken wir hier noch den Zuckerahorn,stark zur Zuckerbereitung benutzt, die Sprossenfichte, die ein ge-sundes Bier giebt, einen Giftbaum (klnrs vernix), dessen Blättertödtlich, ja dessen Ausdünstungen selbst betäubend sind, die Klapper-schlange, sehr häufig auf den Inseln der großen Seen, den Kai-man, den Ochsenfrosch, Schildkröten, Stockfische, den Koli-bri, den Puter, der hier jedoch nicht mehr wild lebt, die Biene,die von England hierher gebracht ist, daher Englische Fliege vonden Indianern genannt, und alle Europäischen Hausthiere (mit Aus-nahme der Esel und Ziegen), Europäische Getreide-, Obst- undGemüsearten, auch Taback, Flachs und Hanf. In S. wächstselbst eine Art Baumwolle, wilder Wein und der Maulbeer-baum. Der Anbau verbreitet sich durch die starken Einwanderungenaus den Englisch Europäische» Landern (1826 kamen 15,000, 1827— 28,900 Kolonisten an) reißend schnell und daher versorgt diese Pro-vinz zum Theil Westindien, selbst England schon mit Weizen, MehlTaback, Leinsamen, Flachs und Hanf, außer den eigentlichenHauptproducten: Holz, vorzüglich Eichenholz zum Schiffbau, Pott-asche, Fischen und Pelzwerk. Von Mineralien findet manbisjetzt Eisen, Blei, Kupfer, etwas Silber, Salz, Stein-kohlen und Schwefel. Der Handel wird immer ausgebreiteter;Schiffbauholz geht z. B. nach S. Amerika, dem Caplande und sogarnach Ostindien und Ägypten. Für den Pelzhandel besteht die Mont-real oder Nordwestgesellschaft.
Die S., deren Zahl jetzt auf mehr als 1 Will. (nach Anderenüber 700,000) steigt < 1764 — 76,000; 1783 — 113.000), sind größ-tentheils Europäische Colvnisten, deren jährlich 20 bis 30,000 ausEuropa einwandern (selbst aus den vereinigten Staaten kommen Colo-uisten her). Die Indianer (über 30,000) sind vom Stamme derSchippiwaer oder AlgonkinS und der Mohärs, zu denen dieehemals so zahlreichen Irokesen und Huronen gehören, an Sit-ten und Lebensart den Indianern des Innern gleich, doch schon durchden Verkehr mit den Engländern zum Theil etwas entwildet, wohlgar schon Christen. Schon 1534 befuhr der Franzose Cartier zuerstden Lorenzstrom, 1598 wurde die erste Französische Niederlassung ge-gründet; daher besteht die Mehrzahl der E. in den unteren Theilendes Landes noch jetzt aus Franzosen, die ihre Sprache, Sitten, zumTheil selbst ihre Gesetze beibehalten haben und katholischer Religionsind. In Oberkanada wohnen nur Engländer und Jrlämder.Die bewohnten Örter liegen fast alle am Lorenzfluffe und am Onta-Volger's Handb. 2r Thl. 3te Aufl. 21