Band 
Zweiter Theil.
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Mexico. Einleitung.

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so gebirgig ist, als die nördliche Fortsetzung derselben in den Vereinig-ten Staaten und dein Russischen Amerika. Unter 33° beginnt die180 M. lange Halbinsel Kalifornien, die einen schmalen Meerbusen,das Purpurmeer, Mare Vermejo (cho), bildet; die Südspitzeder Halbinsel ist C. Lucas (23°). Hoch in N. ist C. Mendocino(401 °R.). In O. senkt sich das Hochland zu dem nnbegränztenFlachlande hinab, das sich zu den Gränzen der Vereinigten Staaten(Arkansas, Rother Fluß, Sabina) und zum Mexikanischen Busen er-streckt. So wie überhaupt die ganze Westküste steil und bergig ist,so zeigt sich im Gegentheil die Ostküste als völlig flacher Strand, vollSandbänke, Landzungen und Lagunen, hat aber deshalb auch nichteinen einzigen guten Hafen, deren die Westseite verschiedene ausgezeich-nete besitzt. An Vulkanen und vulkanischen Erscheinungen fehlt esnicht, aber Erdbeben sind hier nie so furchtbar gewesen als in S.Amerika. Einige der höchsten Berge sind noch thätige Vulkane, derPopokatepetl dampft und wirst Asche, Sand und Steine, derZitlaltepetl Funken aus. An der W. Küste bei Valladolid hobsich 1759 eine Fläche von 3 bis 4 Q. M. unter heftigen Erdstößengegen 500 F. hoch; einige 1000 dampfende Erdkegel, 6 bis 10 F.hoch, kamen daraus hervor, unter ihnen sechs 12 bis 1500 F. hoheBerge, deren größter, der Jorullo (choruljo), noch jetzt immer Lavaauswirft. Die Beschaffenheit des Bodens bildet ein sehr verschiedenesKlima. Die tiefliegende Küste hat in der S. Hälfte völlig tropiscbeLuft, höchst passend zum Anbau des Zuckerrohrs, Pisangs,Kakaos, Indigos und der Baumwolle, sehr fruchtbar, selbstnoch in den höheren und gesunderen Gegenden. Mit 3600 F. Höhebeginnt das milde Klima, ein höchst reizender Landstrich, der wederübertriebene Hitze, noch rauhe Luft kennt und in dem EuropäischeSüdfrüchte noch herrlich gedeihen. Die 6700 F. hohen Gegenden sindim Klima dem nördlichen Italien gleich, bringen Öl, Mais undWeizen reichlich hervor, sind aber mit gelindem Froste nicht ganzunbekannt. Höher als 8000 F. liegende Stricke haben eine rauheLuft, wasserloseu Boden und sind unangebauet. Aber diesen Maaßstabdarf man nicht allethalben anlegen; die Richtung der Bergketten, dieNähe des Östlichen Ozeans (der die Lust immer milder macht), Schutzgegen den kalten Nordwestwind und andere Ursachen bringen einen ofthöchst unerwarteten Unterschied der Temperatur in sehr geringer Ent-fernung hervor, so daß Deutsches und Südspanisches Klima oft miteinander wechseln; selbst unter 20° N hat man wohl auf einer Höhevon 5500, wo in einigen Gegenden noch Zuckerrohr wächst, Schnee-schauer erlebt. Nur in den Sommermonaten fällt in S. unter hef-tigen Gewittern, doch aber nicht häufig, Regen. Stürmisch ist die W.Küste im Sommer, die O. Küste im Winter; berüchtigt sind dieNO. Stürme, Papagayos, der W. Küste im Winter. Nördlichvom 30° hört das tropische Klima überhaupt auf und eS tritt ein nachVerhältniß zu dem Europäischen kälteres Klima ein, denn unter 36°ist schon strenger Frost im Winter; jedoch haben die westlicheren Ge-genden auch hier, wie in ganz Nordamerika, eine mildere Luft, als