Band 
Zweiter Theil.
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Mexico. Einleitung.

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ster geprägt wurden und zur Zeit deS blühenden Bergbaues vor demBefreiungskriege gewann mau jährlich 7000 Mark Gold und über2 Mill. Mark Silber. Durch die inneren Unruhen der letzten Zeitsind die Bergwerke sehr vernachlässigt, blühen aber jetzt, da 10 Deutsche,Englische und Nvrdamcrikanische Gesellschaften (bis jetzt freilich nochohne großen Gewinn) sich derselben angenommen haben, wieder auf.Andere Metalle finden sich, sind aber, da man bislang nur Gold undSilber suchte, weit weniger benutzt; höchst wahrscheinlich enthalten aberdie nördlichen unbekannten Länder noch große Mineralschätze in ihremSchooßc. Reiche Eisen gruben sind in »eueren Zeiten eröffnet, a-'.lchZinn, Kupfer, Quecksilber und Blei wird jetzt gewonnen.Salz findet sich von allen Arten; ganze Flächen haben salzhaltigenBoden und mehre Gewässer sind salzig. Schwefel und Salpeterliefern einige Gegenden bereits. Höchst wichtig sind die Erzeugnissedes Pflanzenreichs. Ausfuhrproducte sind: Baumwolle, Vanille,Zucker, Sassaparille, Jalappe, Kakao, Piment, Maha-goni- und Eampeche Holz. Indigo und Taback sind noch nichtzu eigenem Bedarf hinreichend, Öl und Wein noch weniger, weilbeides ehemals, um dem Spanischen Handel damit keinen Abbruchzu thun, nicht gebauet werden durfte; der Kaffeeban verbreitet sichimmer mehr; Tabacksbau ist nicht bedeutend und Monopol der Re-gierung. Herrliche Waldungen bedecken den Abhang der Gebirge,sind aber in manchen Gegenden zu wenig geschont. Sie bestehen ausden mannigfachsten bei uns unbekannten Baumarten, aus verschiedenenArten von Eichen, Erlen, Platanen; selbst aus Tannen undFichten bis zu einer Höhe von mehr als 12,000 F. Man hat nachder Verschiedenheit der Gegenden alle Arten Europäischer Südfrüchteund Obstarten, köstlicher aber sind die einheimischen Fruchte, derPisang (Banane), die Grandilla, Chirimoga u. a.; verschie-dene Balsambäume, z. B. den Liquidamb ar-, Kopaiv- undTolubaum; Tamarinden, Kokos- u. a. Palme», Sassa-fras, Färbehölzer und zahllose Arten der herrlichsten Zierpflanzen.In S. gedeihet vorzüglich die Vanille. Als wichtigste Nahrungs-pflanze bemerken wir den Mais; ferner Ananas, Maniok, Ba-taten, Jgnamen, Oca u. a. durch ihre Wurzeln nützliche Ge-wächse, selbst Erdapfel und Kartoffeln. In den höheren Berg-flächen werden auch die Europäischen G ctreidearten gebauet.Der Taschenpfeffer liefert das allgemeinste Gewürz und die Agaveoder Mag uey, durch den aus dem Blumenschafte gezogenen Saftein beliebtes Getränk, Pulque (ke) genannt, so wie deren Blätter-fasern Seile und Papier. Der NopalcactuS ist für die Gewin-nung der Cochenille in den südlichsten Provinzen wichtig. Vor An-kunft der Europäer scheint das Thierreich nicht von großer Bedeutunggewesen zu sein, wenn gleich viele einheimische Gattungen sich finden:dahin gehören der Hirsch, (in N. ist eine sehr große Art, danebeneine kleine Art in zahlloser Menge), weiße zottige Wölfe in R., dasStachelschwein, das Elenthicr, der Buckelochs, das wildeSchaf, der Verende (eine Antilopenart), der Bär, letztere fünf